Im September 2024 öffnete das Mini Educational Lab (MEL) im Technologiepark Villach seine Türen. Ein innovatives Projekt, das sich an Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren richtet und in Zusammenarbeit mit dem Kärntner Wirtschaftsförderungsfonds ermöglicht wurde. Ziel des Labors ist die spielerische und altersgerechte Vermittlung von MINT-Themen, also Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Die Kinder haben die Möglichkeit, selbst auszuprobieren und Zusammenhänge zu entdecken. Seit der Eröffnung haben bereits über 10.000 Kinder das MEL besucht, was Bürgermeister Günther Albel als eine höhere Auslastung als erwartet bezeichnet. Bildungslandesrat Peter Reichmann hebt den starken Zuspruch innerhalb der Zielgruppe hervor, da Kindergärten aus ganz Kärnten von Völkermarkt bis Mallnitz das Angebot nutzen.
Zusätzlich verstärkt das MEL-Team unter der Leitung von Koordinator Alexander Treffner die Bemühungen durch das Angebot von Schnuppermodulen im gesamten Bundesland. Die Stadt Villach betont ihre Bedeutung in der MINT-Ausbildung insbesondere anlässlich des Welt-tags der Bildung. Vizebürgermeisterin Sarah Katholnig sieht die frühe MINT-Bildung als entscheidend für Chancengleichheit an und strebt an, dass alle Kindergärten in Villach MINT-zertifiziert werden, um eine breite und fundierte Ausbildung in diesen Bereichen zu gewährleisten.
MINT-Initiativen in Villach
Das MEL ist Teil einer größeren Initiative unter dem Motto „Villach macht MI[N]T“. Diese wurde vor zwei Jahren durch die Kindergärten St. Magdalen und Lind gestartet, die sich intensiv mit MINT-Inhalten auseinandergesetzt haben. Elementarpädagog:innen der Stadt Villach sind aktiv an der Integration dieser Themen in den pädagogischen Alltag beteiligt. Die Stadt bietet zudem Unterstützung in Form von Fort- und Weiterbildungen, Inhouse-Coachings sowie Arbeitsmaterialien für die Erzieher:innen an. Weitere Kindergärten, die diesem Beispiel gefolgt sind, umfassen die Kindergärten St. Martin, Schillerstraße, Fellach und Maria Gail.
Die Bedeutung von MINT-Bildung wird auch über die Landesgrenzen hinweg anerkannt. In Deutschland beispielsweise sind zahlreiche Programme wie das „Haus der kleinen Forscher“ aktiv, um frühkindliche Bildung in MINT-Fächern zu fördern. Diese Initiativen zielen darauf ab, Kinder frühzeitig für technische und naturwissenschaftliche Themen zu begeistern, was entscheidend für ihre kognitive, emotionale und soziale Entwicklung ist. Damit leisten sie auch einen wichtigen Beitrag zur wirtschaftlichen Entwicklung und Innovationskraft der Gesellschaft.
Durch entsprechende Investitionen in die MINT-Bildung können nicht nur soziale Mobilität und Chancengleichheit gefördert werden, sondern auch die Entwicklung von Fähigkeiten, die in einer technologiegetriebenen Welt zunehmend unverzichtbar sind. Eltern können ebenfalls dazu beitragen, die MINT-Begeisterung ihrer Kinder zu fördern, indem sie deren Neugier unterstützen und Vorurteile abbauen.
Insgesamt zeigt sich, dass das Mini Educational Lab und die MINT-Initiativen in Villach nicht nur den Kindern der Region zugutekommen, sondern auch einen entscheidenden Schritt in Richtung einer zukunftsorientierten Bildung darstellen.
Mehr Informationen über das Mini Educational Lab finden Sie auf der Webseite von Klick Kärnten. Details zu den MINT-Initiativen in Villach sind auf villach.at zu finden. Zusätzliche Einblicke in die MINT-Bildung gibt es auf kinder-mint-bildung.de.