Die Caritas Kärnten hat eine ernüchternde Bilanz zur Winternothilfe 2025/26 gezogen. Zwischen November 2025 und März 2026 verzeichnete das Kältelefon 119 Anrufe, was einem Anstieg von 15,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Die meisten Hilfegesuche kamen aus Klagenfurt, wo die Notunterkunft seit Mitte Januar nahezu durchgehend voll war. Im ersten Quartal 2026 wurden dort insgesamt 2.028 Nächtigungen gezählt.
Insgesamt fanden 104 Männer und 24 Frauen in der Klagenfurter Notunterkunft Schutz vor der Kälte. Diese Unterstützung ist dringend nötig, denn laut Daten aus der Vergangenheit ist Wohnungs- und Obdachlosigkeit in Österreich ein anhaltendes Problem. Ein Zeitraum von 2013 bis 2023 belegt einen besorgniserregenden Trend, der die Notwendigkeit einer konstanten Hilfsbereitschaft unterstreicht. Informationen zu diesem Thema können auf Statista eingesehen werden, wo eine umfassende Übersicht über die Entwicklungen in diesem Bereich bereitgestellt wird (Statista).
Unterstützung durch Freiwillige und Spenden
Das Eggerheim, welches gleichermaßen aktiv ist, gab im gleichen Zeitraum von Januar bis März 2026 insgesamt 3.632 warme Mahlzeiten sowie Jausenpakete aus. Um diese wichtige Arbeit fortsetzen zu können, sucht die Caritas dringend nach Freiwilligen für die Notunterkunft. Gesucht werden Personen ab 21 Jahren für Einsätze von 18 bis 21 Uhr. Interessierte können sich direkt unter freiwillig@caritas-kaernten.at melden.
Zusätzlich bleibt die Notunterkunft auch nach der offiziellen Winternothilfe geöffnet. Die Caritas Kärnten appelliert darüber hinaus an die Bevölkerung, weiterhin Spenden für die Obdachlosenhilfe zu leisten. Gerade in dieser Zeit, wo die Kälte für viele Menschen eine ernsthafte Bedrohung darstellt, ist jede Unterstützung wichtig.




