Auf der kroatischen Insel Kaprije kämpfen die Bewohner seit dem 21. November 2025 mit einem gravierenden Stromausfall, der durch einen heftigen Jugo-Sturm verursacht wurde. Die meisten der rund 50 Menschen, die auf der Insel überwintern, sind Senioren, viele über 80 Jahre alt. In der bitteren Kälte sind sie auf sich allein gestellt, da Techniker der örtlichen Elektrizitätsgesellschaft die Insel aufgrund gefährlicher Wetterbedingungen nicht erreichen können. Die Zustände auf Kaprije sind dramatisch, denn viele Bewohner haben keine Heizung, und die Lebensmittelvorräte sind aufgrund fehlender Kühlmöglichkeiten knapp. Die Stromgesellschaft hat den Ausfall zwar offiziell bestätigt, doch eine Wetterbesserung steht noch aus, sodass Reparaturen bisher nicht möglich sind.
Berichten zufolge leiden die Bewohner unter extremen Bedingungen. Eine betroffene Anwohnerin, Kata Radovčić, schildert den besorgniserregenden Zustand ihrer Nachbarin, die seit zwei Tagen ohne Essen und Heizung im Bett liegt. Viele betroffene Personen können nicht einmal kochen, weil sie kein Gas haben. Das Nahrungsmittelangebot ist weiter eingeschränkt, da der Inhalt der Kühlschränke der Bewohner verdorben ist oder geschmolzen ist. Kristijan Antic, ein lokaler Blogger, berichtet intensiv über die verzweifelte Lage und gibt den betroffenen Bürgern eine Stimme, die sonst in der Berichterstattung oft vergessen wird. Die Sorgen und Bedürfnisse der Insulaner werden dadurch in der Öffentlichkeit präsenter.
Gefährliche Wettersituation
Der starke Jugo-Wind hindert die Techniker daran, ihre Arbeit aufzunehmen. Dies hat nicht nur Auswirkungen auf die Stromversorgung, sondern auch darauf, wie die Menschen ihre grundlegendsten Bedürfnisse decken können. In einer Zeit, in der so viele von uns auf Elektrizität angewiesen sind, wird deutlich, wie verletzlich eine Gesellschaft sein kann, wenn die Energieversorgung versagt.
In anderen Teilen Europas, wie beispielsweise in Deutschland, ist die Energieversorgung im Allgemeinen sehr stabil. Hier betreiben Mechanismen, wie das „n-1-Prinzip“, eine kontinuierliche Überwachung und Absicherung der Stromversorgung. Die Bundesregierung hat Maßnahmen ergriffen, um die Abhängigkeit von einseitigen Gaslieferungen zu minimieren. Diese Unterschiede zwischen verschiedenen Ländern und Regionen zeigen, wie wichtig ein gut funktionierendes Stromnetz ist und wie empfindlich es auf extreme Wetterbedingungen reagiert.
Die Situation auf Kaprije erinnert uns daran, dass Stromausfälle, während sie in vielen modernen Gesellschaften selten sind, in Krisensituationen auch Tage andauern können. Während localized outages in der Regel binnen Stunden behoben werden, erfordert ein großflächiger Blackout, wie ihn die Menschen auf Kaprije erleben, praktische Lösungen und eine umgehende Reaktion der zuständigen Behörden.
In einer solch angespannten Lage wird die Notwendigkeit privater Vorsorge durch Informationen des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe besonders deutlich. Diese helfen Bürgern, auf unvorhersehbare Situationen vorbereitet zu sein.
Die kommenden Tage werden entscheidend sein für die Menschen auf der Insel Kaprije, die sich in einer der härtesten Lagen ihrer Lebens erinnern werden. Es bleibt zu hoffen, dass die zuständigen Stellen schnell handeln können, um den verzweifelten Insulanern zu helfen.




