Am 2. Februar 2026 wurde in St. Pölten der neue Jungforscherinnen- und Jungforscher-Kalender 2026 präsentiert. Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner hob in ihrer Ansprache die zentrale Rolle von Wissenschaft und Forschung für die wirtschaftliche Stärke Niederösterreichs hervor. Dieses Projekt feiert bereits seine fünfte Auflage und zielt darauf ab, junge Menschen für Karrieren in der Forschung zu begeistern. noe.gv.at berichtet, dass der Kalender Porträts von zwölf Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern zeigt, die an den ecoplus Technopolstandorten Krems, Tulln, Wiener Neustadt und Wieselburg tätig sind.
Die vielfältigen Facetten der niederösterreichischen Forschungslandschaft werden durch den Kalender eindrucksvoll in Szene gesetzt. Mit persönlicheren Einblicken in die Lebensbedingungen und Interessen der abgebildeten Forscher sollen Interessierte für Berufe in der Wissenschaft gewonnen werden. Fotograf Daniel Hinterramskogler hat die Aufnahmen an den jeweiligen Arbeitsstätten der Wissenschaftler angefertigt.
Kreatives Kunstprojekt mit Wissenschaft
Die Präsentation des Kalenders stellte nicht nur ein neues Produkt vor, sondern wurde auch als kreatives Kunstprojekt bezeichnet, das Wissenschaft und Kunst vereint. „Wir möchten das Interesse an wissenschaftlichen Berufen fördern“, erklärte VP-Wirtschaftslandesrätin Petra Bohuslav während der Veranstaltung. Zu den Höhepunkten gehören Porträts von jungen Talenten wie Roger Hasler von der Danube Private University, der an der Entwicklung von Biosensoren für medizinische Diagnostik arbeitet, und Malaika Waheed von der FH Wiener Neustadt, die sich im Bereich Aerospace Engineering engagiert.
Insgesamt sind an den ecoplus Technopolstandorten rund 3.900 Mitarbeitende tätig, darunter über 1.600 Forscherinnen und Forscher. Diese Technopole sind darauf ausgelegt, interdisziplinäres Arbeiten zu fördern und unterstützen innovative Projekte, die zur Bewältigung künftiger Herausforderungen beitragen sollen.
Forschungsförderung in Österreich
Die Bedeutung der Forschungsförderung kann nicht hoch genug eingeschätzt werden. In Österreich erfolgt die Finanzierung der wissenschaftlichen Arbeiten über Hochschulen sowie zentrale Förderungseinrichtungen auf Bundes- und Landesebene. Dies umfasst unter anderem Programme wie Horizon 2020 und Horizon Europe aus der EU. Forscherinnen und Forscher benötigen neben den institutionellen Budgets auch Gelder von externen Trägern.
Drei große Forschungsförderungsagenturen in Österreich spielen dabei eine entscheidende Rolle:
- Wissenschaftsfonds (FWF): Fördert Grundlagenforschung.
- Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft (FFG): Fördert anwendungsorientierte, industrienahe Forschung.
- Austrian Wirtschaftsservice Gesellschaft (aws): Förderbank des Bundes für unternehmensbezogene Wirtschaftsförderung.
Diese Institutionen haben sich seit ihrer Gründung in den 1960er und 2000er Jahren zu einem tragenden Pfeiler der Forschungsförderung entwickelt. Jährliche Berichte aus dem österreichischen Forschungs- und Technologiebericht belegen die erreichten Fortschritte und schaffen Transparenz in der Förderstruktur. Weitere Unterstützung bietet die Ludwig Boltzmann Gesellschaft in verschiedenen Forschungsbereichen, sowie die Christian Doppler Forschungsgesellschaft, die die Kooperation zwischen Wissenschaft und Wirtschaft fördert.
Mit dem Jungforscherinnen- und Jungforscher-Kalender wird nicht nur ein schönes Kunstwerk geschaffen, sondern auch ein wichtiger Beitrag zur Stärkung der Innovationskraft in Niederösterreich geleistet. Durch die enge Vernetzung von Forschung, Wirtschaft und Ausbildung wird das niederösterreichische Innovationsökosystem nachhaltig gefördert. tips.at ergänzt, dass die Verteilung des Kalenders an Universitäten, Fachhochschulen und interessiert Personen erfolgt.
Insgesamt bietet das Projekt eine Plattform, um die Gesichter der nächsten Generation von Wissenschaftlern sichtbar zu machen und deren wichtige Beiträge zur Gesellschaft hervorzuheben. bmfwf.gv.at diskutiert ebenfalls die Notwendigkeit von Ressourcen zur Unterstützung der Forschungsarbeit, was mit der Vorstellung des Kalenders perfekt in Einklang steht.