Die Tour of Austria kehrt nach zehn Jahren wieder nach Kärnten zurück. Dies ist ein bedeutendes Ereignis, da 2026 die 75. Jubiläumsauflage der Tour stattfindet. Kärnten wird Austragungsort für die zweite Etappe am 9. Juli 2026 sein, die in Bad Kleinkirchheim startet und eine spektakuläre Strecke entlang des Ossiacher und Millstätter Sees sowie über die Großglockner Hochalpenstraße zu bieten hat. Das Ziel der Etappe liegt auf der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe auf 2.369 Metern, nach einer anspruchsvollen Distanz von 192 Kilometern.
In einer Pressekonferenz wurden die Rückkehr der Tour und ihre Bedeutung von mehreren Vertretern vorgestellt. Unter den Sprechern war Landeshauptmann Peter Kaiser, der die Wichtigkeit Kärntens als Rad- und Sportland betonte und den Verbänden sowie dem Veranstalterteam dankte. Herbert Gaggl wies auf die wirtschaftlichen Aspekte der Veranstaltung hin und unterstrich deren Bedeutung für den Tourismus und die Schaffung von Arbeitsplätzen. Klaus Ehrenbrandtner von Kärnten Werbung sieht die Rückkehr der Tour als Chance, internationale Aufmerksamkeit auf das Bundesland zu lenken.
Tradition und moderne Entwicklung
Die Tour of Austria findet in diesem Jahr vom 7. bis 12. Juli 2026 statt. Bei dieser Jubiläumsauflage werden 22 internationale Teams, darunter zahlreiche WorldTour-Mannschaften, erwarten. Besondere Vorfreude herrscht bei Thomas Pupp, dem Tourdirektor, der die Tradition Kärntens im Radsport hervorhob und seine Freude über die vollständige Etappe ausdrückte. Eine detaillierte Präsentation der Strecke erfolgt am 13. April 2026 in Graz, wie auch ktn.gv.at berichtet.
Kärnten hat in den letzten Jahren einen Aufschwung im Radsport erlebt. Es gibt zahlreiche Sportler, die Renn- und Gravelräder nutzen und an verschiedenen Wettbewerben teilnehmen. Dank idealer Bedingungen — flache Strecken, hügeliges Terrain und anspruchsvolle Gravelpassagen — erweist sich Kärnten als perfektes Ziel für Radsport. Rund um Villach existiert ein dichtes Straßennetz. Die Region ist ideal für diejenigen, die auf wenigen Kilometern viele Höhenmeter sammeln möchten. Julius Rupitsch, ein Rennveranstalter, bezeichnet Kärnten gar als potenzielle Nummer eins für Rennrad- und Graveldestination in Österreich, wie von meinbezirk.at angeführt.
Vielfältige Veranstaltungen und Initiativen
Kärnten hat sich bereits als Austragungsort großer Events etabliert, und die verlängerte Rennsaison unterstreicht dieses Engagement. Zahlreiche Veranstaltungsformate sind geplant, darunter das Wörthersee Gravel Race am 12. April, das mit rund 2000 Teilnehmern das größte seiner Art in Österreich ist. Profitieren können die Sportler von einer hervorragenden Organisation und einer abwechslungsreichen Streckenführung, die unter anderem durch die Initiative „Gravel Kärnten“ unterstützt wird. Diese wurde von Ex-Profi Paco Wrolich mitentwickelt.
Weitere bemerkenswerte Veranstaltungen in der Region sind die Carinthia 200, die bereits ausverkauft ist, der ROSA200 Road, der vom 26. bis 27. Juni stattfindet, sowie der ARBÖ Radmarathon Bad Kleinkirchheim am 7. Juni. Zudem erwarten die Veranstalter beim Istria 300, an dem rund 800 Kärntner teilnehmen, viel Interesse.
Abschließend merkt Wirtschaftslandesrat Sebastian Schuschnig an, dass solche Veranstaltungen nicht nur dem Sport, sondern auch dem Kärntner Tourismus und der Wertschöpfung zugutekommen. Kärnten scheint sich somit einmal mehr als attraktives Ziel für Radsportler aus aller Welt zu positionieren.
Zusammengefasst bietet die Rückkehr der Tour of Austria nach Kärnten ausgezeichnete Aussichten für Sport und Tourismussektor und stellt einen wichtigen Schritt in der Entwicklung der Radinfrastruktur dar.