Josef Peer feiert heute seinen 108. Geburtstag. Geboren am 31. Jänner 1918 im Gschnitztal, lebt er in Trins, Tirol und genießt die Schönheit seiner Heimat. Laut Krone hat Josef eine bemerkenswerte Leidenschaft für die Region, die er in seiner Jugend als begeisterter Schafhirte erkundet hat. Mehrmals in der Woche ist er als Beifahrer im Auto eines seiner Kinder unterwegs und erforscht die vertrauten Landschaften seines Heimatortes.
Josef ist nicht allein. In Österreich gibt es derzeit rund 1700 über Hundertjährige, wie ORF berichtet. Ein auffälliger Trend ist, dass mehr als 85 Prozent dieser älteren Bevölkerung Frauen sind. Der Anteil der Hundertjährigen hat sich in Wien in den letzten 20 Jahren von knapp 200 auf über 400 verdoppelt, was auf verbesserte medizinische Versorgung und bessere soziale Lebensumstände zurückgeführt wird.
Lebensrezepte der Hundertjährigen
Einige dieser Hundertjährigen wurden von der Reporterin Gudrun Kampelmüller besucht, die nach ihren Geheimnissen für ein langes Leben fragte. Dazu gehört Barbara Breitfuß, 105 Jahre alt, eine ehemalige Bergsteigerin aus Salzburg, die auf Bewegung und Disziplin setzt. Aloisia Meissner, 103 Jahre alt und wohnhaft in Kitzbühel, hebt die Bedeutung sozialer Kontakte hervor. Gottfried Bistumer, der älteste Schifahrer Österreichs, der 100 Jahre alt ist, empfiehlt regelmäßige Bewegung und den Verzicht auf Alkohol. Anna Ruhs, 102 Jahre alt, betont Toleranz, Zufriedenheit und regelmäßige Besuche beim Friseur sowie im Kosmetikstudio als wichtige Faktoren für ein gesundes Altern.
Diese persönlichen Geschichten sind Teil eines größeren Trends. Forscher prognostizieren einen weltweiten Anstieg der Hundertjährigen, was neben der Lebenserwartung auch die gesunde Lebenserwartung betrifft. Laut Statistik Austria gibt es eine umfassendere Perspektive auf die Lebenserwartung, die nicht nur die Jahre zählt, sondern auch, wie viele dieser Jahre in guter Gesundheit verbracht werden können. Dabei wird die Mortalität, Morbidität und Beeinträchtigung berücksichtigt.
Die gesunde Lebenserwartung wird durch jährliche Sterbetafeln und Gesundheitsbefragungen ermittelt, wobei drei Konzepte zur Bewertung der Gesundheit verwendet werden: der subjektive Gesundheitszustand, die Prävalenz chronischer Krankheiten und funktionale Beeinträchtigungen. Diese Daten zeigen, wie sich der Gesundheitszustand der Bevölkerung im Laufe der Jahre verändert hat, und bieten wertvolle Einblicke in die Lebensqualität und die Möglichkeiten, gesund zu altern.