Die Spannungen im Nahen Osten eskalieren weiter, während die israelische Luftwaffe am 2. März 2026 eine neue Welle von Angriffen auf Ziele in Teheran, Iran, startet. Diese Angriffe werden als umfangreiche Operation gegen das „iranische Terrorregime“ klassifiziert. Begleitet werden die Aktionen gegen den Iran von Angriffen auf die Hisbollah im Libanon, die zuvor Raketen und Drohnen auf Israel abgefeuert hat.
Der Raketenalarm im Norden Israels wurde durch die Angriffe der Hisbollah ausgelöst, die diesen als Vergeltung für die Tötung des iranischen Führers Ayatollah Ali Khamenei betrachtet. Die Miliz hatte sich umgehend mit dem Iran solidarisiert, ließ jedoch zunächst offen, ob sie direkt in die Auseinandersetzungen eingreifen würde.
Angriffe und Reaktionen
Die israelische Armee hat bestätigt, dass es sich bei den Angriffe auf Teheran um die bisher größte Luftoperation in ihrer Geschichte handelt. Dies stellt einen signifikanten Wendepunkt in dem bereits angespannten Konflikt dar. Die Hisbollah reagierte mit einem Raketenangriff auf Israel, der als erste militärische Provokation seit der Waffenruhe im November 2024 gilt. Berichten zufolge wurden auch Explosionen in den südlichen Vororten von Beirut verzeichnet, die Hochburg der Miliz. Diese Angriffe erfolgten wiederum als klare Reaktion auf die israelischen Luftschläge.
In der Region sind die Sicherheitsbedenken gestiegen, insbesondere nachdem in Bahrain Trümmer einer abgefangenen Rakete auf ein Schiff gefallen sind, was zu einem Feuer führte, bei dem ein Arbeiter aus Asien starb und zwei weitere schwer verletzt wurden. Dies geschah in der Nähe des Hauptsitzes der US-Marine im Nahen Osten, wo die USA und ihre Verbündeten die militärischen Aktivitäten des Iran scharf verurteilen.
In einer gemeinsamen Erklärung haben Bahrain, Jordanien, Kuwait, Katar und die Vereinigten Arabischen Emirate betont, dass diese Angriffe des Iran Zivilisten gefährden und ihr Recht auf Selbstverteidigung bekräftigt.
Politische Entwicklungen im Iran
Inmitten dieser militärischen Konflikte hat sich Reza Pahlavi, der Sohn des 1979 gestürzten Schahs von Persien, als Übergangsführer des Iran positioniert. Dies geschah nach der Tötung von Ayatollah Khamenei. In einem Meinungsbeitrag in der Washington Post erklärte Pahlavi, dass viele Iraner ihn dazu eingeladen hätten, die Leitung eines Übergangsprozesses zu übernehmen, der zu einer neuen Verfassung und freien Wahlen unter internationaler Aufsicht führen solle. Er stellt sicher, dass er keinerlei Machtvakuum wie nach dem Irak-Krieg zulassen werde.
Pahlavi, der seit Jahrzehnten im Exil in den USA lebt, hat sich als eine der Hauptfiguren der iranischen Opposition etabliert und kündigte an, Israel „sofort anzuerkennen“. Die politischen Ambitionen Pahlavis könnten potenziell eine neue Dynamik im politischen Gefüge des Nahen Ostens schaffen.
Internationale Reaktionen
Die USA sowie Saudi-Arabien und andere arabische Staaten haben die aggressive Militärstrategie des Iran als gefährliche Eskalation verurteilt. In den letzten 38 Stunden wurden zudem 192 Menschen, darunter 82 aserbaidschanische Staatsbürger, aus dem Iran nach Aserbaidschan evakuiert, während Russland ebenfalls mit der Evakuierung seiner Staatsbürger begonnen hat. Rund 500 Russen sollen über Aserbaidschan ausgeflogen werden, und das russische Außenministerium empfiehlt seinen Bürgern, sichere Regionen in Iran und Israel aufzusuchen oder diese Länder zu verlassen.
Diese Entwicklungen verdeutlichen die Fragilität der Sicherheitslage im Nahen Osten und die komplexen Beziehungen zwischen den verschiedenen Akteuren in der Region.