In einem eskalierenden Konflikt zwischen Israel und dem Iran hat die israelische Armee eine Raketenabschussvorrichtung im Iran angegriffen, die zuvor Raketen auf Israel abgefeuert hatte. Dies berichtet vienna.at. Die militärischen Auseinandersetzungen nehmen zu, während US-Präsident Donald Trump erklärt hat, der Iran-Krieg sei „so gut wie beendet“. Am Montagabend lösten iranische Raketenangriffe in Israel jedoch Luftalarm aus. Die israelische Armee arbeitet daran, die Raketen abzufangen, wobei laut dem israelischen Rettungsdienst Magen David Adom keine Toten oder Verletzten gemeldet wurden.

Die israelische Offensive, die als neue Angriffswelle bezeichnet wird, richtet sich gezielt gegen „terroristische Ziele“ im Iran. Bereits Ende Februar führten die USA und Israel Luftangriffe durch, bei denen hochrangige iranische Führer gezielt getötet wurden. Diese Angriffe haben zu einer heftigen Reaktion des Iran geführt, der sowohl militärische Ziele in Israel als auch US-Einrichtungen in der Golfregion angreift.

Angriffe und Gegenangriffe

Nach den jüngsten militärischen Auseinandersetzungen haben sich die Angriffe und Gegenangriffe weiter intensiviert. Iran hat seit Beginn der Konfrontation über 20 Wellen ballistischer Raketen auf Israel abgefeuert, zum Einsatz kommen zudem Kampfdrohnen. Die israelischen Streitkräfte haben seit Samstag über 2.500 Kampfeinsätze geflogen, die in erster Linie die militärische Infrastruktur des Iran ins Visier nehmen. Unter den Opfern dieser Angriffe befinden sich Irans oberster Führer Ajatollah Ali Chamenei und weitere Militärvertreter, was die Spannungen weiter anheizt.

Die iranischen Revolutionsgarden betonen, dass nur der Iran über das Ende des Krieges entscheiden könne. Außenminister Abbas Araqchi hat angekündigt, dass Iran seine Raketenangriffe „so lange wie nötig“ fortsetzen werde und neue Gespräche mit den USA ausgeschlossen.

Humanitäre Situation

Die humanitäre Lage ist alarmierend. In Teheran gab es schwere Bombardierungen, offiziell wird von mehr als 1.200 Toten berichtet, darunter etwa 30 Prozent Kinder. Über 3.000 Wohneinheiten wurden durch die Angriffe beschädigt. Im Libanon sind Hunderttausende Menschen auf der Flucht, während die militärischen Auseinandersetzungen auch auf andere Länder in der Golfregion übergreifen. Iran hat zudem Ziele in Saudi-Arabien, den VAE, Katar, Bahrain und Kuwait angegriffen, wobei sich der Fokus hauptsächlich auf US-Militärstützpunkte richtet.

Die Golfstaaten stehen unter Druck, militärisch zu reagieren, versuchen jedoch, einen größeren Krieg zu vermeiden. In Kuwait sind mehrere US-Militärflugzeuge abgestürzt, es gab glücklicherweise keine schwerwiegenden Verletzungen unter den Besatzungen. Im Libanon haben die Angriffe über 120 Menschen das Leben gekostet, knapp 700 weitere wurden verletzt, während die libanesische Hisbollah-Raketen gegen Israel abgefeuert hat als Vergeltung für die Tötung Chameneis.

US-Präsident Trump warnte den Iran vor Störungen der Ölversorgung und der Schifffahrt in der strategisch wichtigen Straße von Hormus. Der Iran wies Berichte über eine vollständige Sperrung dieser wichtigen Handelsroute zurück. Die Situation bleibt besorgniserregend, wobei der Konflikt weiter an Intensität gewinnt und die Auswirkungen sowohl regional als auch global spürbar sind.