Am 28. Februar 2026 kritisierte das iranische Außenministerium die militärische Aggression der USA und Israels gegen den Iran. Diese Streitigkeiten finden zu einem Zeitpunkt statt, an dem diplomatische Bemühungen zwischen dem Iran und den USA angestoßen wurden, was die Lage zusätzlich kompliziert. Laut den Behörden sei man nicht überrascht über den begonnenen Konflikt. Das Ministerium betonte, dass man in Verhandlungen eingetreten sei, um die Rechtmäßigkeit und die Rechtschaffenheit des iranischen Volkes zu beweisen.

In der Erklärung des Außenministeriums wird darauf hingewiesen, dass die Zeit gekommen sei, das Vaterland zu verteidigen. Der Iran bekräftigte seine Bereitschaft, die nationale Existenz zu verteidigen und kündigte an, dass die Streitkräfte der Islamischen Republik Iran entschlossen auf die Aggressoren reagieren werden. Diese Aussagen stehen im Kontext einer sich zuspitzenden regionalen Situation und spiegeln die negative Stimmung gegenüber dem Westen wider, die in den vergangenen Jahren zugenommen hat.

Hintergrund des Nahostkonflikts

Der aktuelle Nahostkonflikt wurde durch den Überfall der Terrororganisation Hamas auf Israel am 7. Oktober 2025 ausgelöst. Seither gibt es zahlreiche Solidaritätsbekundungen für die palästinensische Zivilbevölkerung in arabischen Staaten, besonders angesichts der humanitären Notlage in Gaza. In diesem Kontext werden die jüngsten Normalisierungsabkommen zwischen einigen arabischen Staaten und Israel in Frage gestellt, da die breite Masse gegen diese Annäherung eingestellt ist.

In Iran fand der Überfall großen Anklang, und das Regime rief zur „Fortsetzung des Widerstandes“ auf, bestritt jedoch eine direkte Beteiligung an der Planung des Angriffs. Dennoch ist er erwiesenermaßen ein Unterstützer der Hamas, mit finanzieller, militärischer Unterstützung sowie durch die Ausbildung von Kämpfern. Keine glaubwürdigen Beweise untermauern eine direkte iranische Beteiligung am Überfall, doch gewisse US-amerikanische und israelische Quellen weisen darauf hin, dass der Iran durch umfangreiche frühere Unterstützung, darunter der Aufbau von Raketenkapazitäten, der Hamas zur Durchführung des Überfalls verholfen hat.

Die Reaktion der Region

Nach dem Überfall wurden über 2.000 Raketen auf Israel abgefeuert. Diese Eskalation hat die Normalisierung der Beziehungen zwischen Israel und Saudi-Arabien vorerst gestoppt. Saudi-Arabien fordert nun Sicherheitsgarantien von den USA, um eine künftige Annäherung an Israel zu ermöglichen. Die Hisbollah im Libanon, die ebenfalls vom Iran unterstützt wird, hält sich bislang zurück, während sie weiterhin eine Drohkulisse aufrechterhält.

Das Konzept der „Achse des Widerstandes“, welches von Iran gegründet wurde, umfasst verschiedene militante Gruppen, die sich gegen Israel und die US-Präsenz im Nahen Osten richten. Nach dem Überfall sind viele dieser Gruppen in militärischen Auseinandersetzungen verwickelt, obgleich bislang eine größere Eskalation ausgeblieben ist. Der Iran scheut eine direkte militärische Konfrontation mit Israel, um die Stellung der Hisbollah nicht zu gefährden.

In der Region gibt es eine weitgehende Solidarität mit der palästinensischen Zivilbevölkerung, jedoch lediglich eine begrenzte Unterstützung für die Achse des Widerstandes. In Iran selbst gab es nach dem Überfall keine nennenswerten Solidaritätsbekundungen, da die iranische Regierung den Konflikt zur eigenen Instrumentalisierung nutzt. Dennoch ist die iranische Bevölkerung zunehmend frustriert über die Unterstützung militärischer Akteure, während sie unter einer akuten wirtschaftlichen Krise leidet.

Die Protestbewegung „Frau, Leben, Freiheit“ richtet sich gegen das repressiven Regime der Islamischen Republik, jedoch nicht primär gegen das Leid in Gaza. Die aktuelle Lage stellt die Regierung vor Herausforderungen, die weit über die militärische Auseinandersetzung hinausgehen.

Für weitere Informationen zu den jüngsten Entwicklungen im Nahen Osten, lesen Sie bitte die Berichterstattung von Kleine Zeitung sowie die Analyse von bpb.