Irans Fußball-Nationalmannschaft hat empört auf die Äußerungen von US-Präsident Donald Trump reagiert. Trump riet dem Team aus Sicherheitsgründen von einer Teilnahme an der kommenden Weltmeisterschaft ab. In einem Instagram-Post stellte das iranische Team klar: „Niemand hat das Recht, die iranische Mannschaft von der WM auszuschließen.“ Darüber hinaus betont das Team, dass es sich die Teilnahme durch sportliche Leistungen erkämpft hat. Besonders kritisch äußerte sich der Iran zu Trumps Sicherheitsgarantie: „Ein Land, das sich als Gastgeber bezeichnet, aber die Sicherheit nicht garantieren kann, ist ungeeignet.“ Diese Situation ist umso brisanter, da die USA, zusammen mit Kanada und Mexiko, vom 11. Juni bis 11. Juli 2026 Gastgeber der Fußball-Weltmeisterschaft sind und Irans Mannschaft in der Gruppenphase gegen Belgien, Neuseeland und Ägypten antreten wird.
Trump hat zudem ein Einreiseverbot für Staatsangehörige aus zwölf Ländern, einschließlich des Irans, verkündet. Dieses Einreiseverbot, das am 9. Juni in Kraft tritt, betrifft sowohl die Fußballmannschaft als auch deren Fans und Mitarbeiter. Trump begründete diesen Schritt mit dem Schutz der US-Bürger vor „ausländischen Terroristen“ und sagte, dass nicht genügend Informationen vorlägen, um Risiken auszuschließen. Die FIFA hat sich bis jetzt nicht zu den möglichen Auswirkungen des Einreiseverbots auf die Weltmeisterschaft geäußert. Der Vizepräsident der USA, JD Vance, stellte hingegen klar, dass ausländische Fans willkommen seien, solange sie nach dem Turnier das Land verlassen.
Einreiseverbot und seine Folgen
Die Bedenken bezüglich des Einreiseverbots werden durch die Erfahrungen anderer Mannschaften verstärkt. So haben zehn Spieler einer jamaikanischen Fußballmannschaft kein Visum für ein bevorstehendes Spiel im CONCACAF Champions Cup erhalten. Haiti, ein WM-Teilnehmer, ist ebenfalls von dem Einreiseverbot betroffen. Dies wirft Fragen zur Visavergabe im Vorfeld der WM auf, die nicht nur die iranische Mannschaft betrifft.
Der Vorfall mit den jamaikanischen Spielern, darunter auch mehrere haitianische Staatsbürger, zeigt die Komplexität der Situation. Haiti wird seine Gruppenspiele gegen Schottland, Brasilien und Marokko in den USA austragen. Der Kontinentalverband CONCACAF bewertet das Problem als Versäumnis des Klubs und hält an den geplanten Spielen fest. Spieler und Teammitglieder der teilnehmenden Länder sollen jedoch von dem Einreiseverbot ausgenommen sein, was durch eine offizielle Mitteilung des Weißen Hauses bestätigt wurde.
Da die Vorbereitungen auf die Weltmeisterschaft in vollem Gange sind, bleibt abzuwarten, wie sich Trumps Einreiseverbot auf die Qualifikation und Teilnahme internationaler Mannschaften auswirken wird. Die FIFA steht unter Druck, eine klare Stellungnahme zu dieser Problematik abzugeben und gleichzeitig dafür zu sorgen, dass die Sicherheit aller Beteiligten gewährleistet ist.
Die Fußball-Welt schaut mit Spannung auf die Entwicklungen rund um die WM 2026, während sich im Hintergrund geopolitische Spannungen weiter zuspitzen.
Für detaillierte Informationen über die Reaktion des iranischen Teams, das Einreiseverbot und die WM-Teilnehmer können folgende Artikel gelesen werden: oe24, t-online und Sportschau.