Obwohl die globalen Konjunktursorgen zunehmen, bleibt der Technologiesektor für Investor:innen weltweit das bevorzugte Anlagesegment. Dies belegen die Ergebnisse der Global Investor Survey 2025 von PwC, die 1.074 Investmentexpert:innen aus 26 Ländern befragte. Laut dieser Umfrage betrachten 61 Prozent der Befragten Technologie als das attraktivste Investmentfeld, gefolgt von Asset und Wealth Management mit 25 Prozent sowie Energie- und Versorgungsunternehmen mit 24 Prozent. Besonders in Deutschland bewerten 71 Prozent der Befragten den Technologiesektor als am vielversprechendsten. Leadersnet berichtet, dass die Umfrage zum fünften Mal in Folge stattfand und die Befragten aus verschiedenen Investmentinstitutionen kommen, einschließlich Banken und Private-Equity- sowie Venture-Capital-Gruppen.
Die Notwendigkeit, Unternehmen zu ermutigen, ihre finanziellen Anstrengungen in der Technologietransformation zu verstärken, wird von 92 Prozent der Befragten gesehen. Diese Umstellung wird als zentraler Wachstumstreiber angesehen, und 84 Prozent der Investor:innen plädieren für eine Fortführung oder sogar eine Erhöhung von Investitionen in Klimaanpassungsmaßnahmen. Auch die Ausgaben für Forschung und Entwicklung sollen laut 80 Prozent der Befragten steigen.
Erwartungen und Herausforderungen
Die Umfrageergebnisse zeigen, dass 86 Prozent der Investor:innen Produktivitätsgewinne durch technologische Investitionen erwarten, während 71 Prozent eine höhere Rentabilität und 66 Prozent Umsatzsteigerungen prognostizieren. Dennoch zeigen 28 Prozent der Befragten wenig optimistische Aussichten auf eine moderate bis deutliche Verbesserung des globalen Wirtschaftswachstums im Jahr 2026. Hindernisse, die die Investor:innen auf ihrem Weg als bedeutend erachten, sind unter anderem Cyberrisiken (55 Prozent) und technologische Disruptionen (53 Prozent). PwC hebt hervor, dass 76 Prozent der Investor:innen die Asien-Pazifik-Region in den kommenden drei Jahren als die Region mit den meisten Investitionen betrachten werden.
In der aktuellen Diskussion über zukünftige Technologien spielt die Künstliche Intelligenz (KI) eine Schlüsselrolle. Jedoch melden 37 Prozent der Befragten, dass sie die gegenwärtige Berichterstattung über KI-Strategien als unzureichend empfinden. Dies wird unterstrichen von den Ansichten von Rudolf Krickl, dem CEO von PwC Österreich, der die Notwendigkeit nachvollziehbarer Kennzahlen und glaubwürdiger Governance für KI-Investitionen betont.
KI-Risiken und Sicherheitsstrategien
Angesichts der potenziellen Risiken der KI-Technologie ist ein durchdachter Umgang unabdingbar. Deloitte analysiert die Herausforderungen, die durch nicht-autorisierte KI-Nutzung oder KI-gestützte Cyberangriffe entstehen können. Die Risiken sind vielfältig und betreffen Daten, Modelle, Anwendungen und die Infrastruktur. Beispielsweise erfordern AI-spezifische Risiken in diesen Bereichen eine Neuausrichtung der Schutzstrategien, da klassische Ansätze oft nicht ausreichen.
Unternehmen müssen die Integration von KI gezielt steuern, um sowohl die Chancen als auch die Risiken effektiv zu managen. Die Cybersicherheitsfachleute sehen in KI-gestützten Fähigkeiten neue Möglichkeiten zur Abwehr von Angriffen. Kenntnisse über Datenmanagement, Zugangskontrollen und Sicherheitsanforderungen sind entscheidend, um die Gefahren, die mit der Nutzung von KI verbunden sind, zu minimieren.
Abschließend zeigt die Global Investor Survey 2025 einen klaren Trend: Trotz der Unsicherheiten und Herausforderungen investieren die meisten Befragten weiter in Technologien, um die passenden Strategien zur Risikominderung und zur Steigerung der Rentabilität zu nutzen.