Am 20. Februar 2026 versammelten sich mehr als einhundert Besucher am Affengehege des Ichikawa-Zoos in der Nähe von Tokio, um das sechs Monate alte Makakenbaby Punch zu bestaunen. Punch wurde zur Internet-Berühmtheit, nachdem Bilder von ihm, wie er mit einem Plüschaffen als Mutterersatz spielt, viral gingen. Der Zoo bot dem kleinen Affen ein Stofftier an, nachdem seine leibliche Mutter ihn direkt nach der Geburt verstoßen hatte, was in den sozialen Medien sowohl Mitgefühl als auch Empörung auslöste.

Punch wurde am 26. Juli 2025 geboren, und die Verstoßung ist bei Japanmakaken nicht ungewöhnlich: Bei unerfahrenen Müttern kommt sie sogar in 40 % der Fälle vor. Trotz der Bemühungen der Tierpfleger, Punch bei einer anderen Affenmutter unterzubringen, wurde er von der 60-köpfigen Gruppe abgelehnt. Seither wird er handaufgezogen und trägt das Plüschtier von IKEA wie ein Kind seine Kuscheldecke.

Integration in die Affengruppe

Nach anfänglichen Schwierigkeiten gelingt es Punch zunehmend, sich in die Affengruppe zu integrieren. Erst kürzlich wurde er umarmt und gepflegt, was auf großes Interesse und Freude in den sozialen Medien stieß. Ein Video vom 19. Februar zeigte jedoch, wie Punch von einem älteren Affen angegriffen wurde, was Besorgnis auslöste. Der Zoo erklärte, dass solches Verhalten Teil der notwendigen Sozialisation sei und betont, dass Punch als mental stark beschrieben wird. Er beruhigt sich nach Zurechtweisungen immer noch mit seinem Stofftier.

Am 20. Februar wurden neue Videos veröffentlicht, in denen Punch mit anderen Jungtieren spielt und dabei deutlich entspannter wirkt. Dies hat die Nutzer auf Social Media begeistert, und Hashtags wie #GanbarePunch wurden weltweit populär. Der Zoo verbuchte an diesem Wochenende über 8.000 Besucher, was doppelt so viele wie gewöhnlich sind, und es wurden verschärfte Besuchsregeln aufgestellt.

Kontroversen und Medienaufmerksamkeit

Das Interesse an Punch hat auch zu einer umstrittenen Situation geführt: Tristan und Andrew Tate äußerten den Wunsch, das Tier für 250.000 US-Dollar (ca. 212.000 Euro) zu kaufen. Die Tate-Brüder sind jedoch berüchtigt für frauenverachtende Äußerungen und haben sich mit mehreren schwerwiegenden Anklagepunkten konfrontiert sehen müssen. Diese Kontroversen führten zu gemischten Reaktionen im Internet.

Punch hat mittlerweile einen eigenen Instagram-Account, der über 113.000 Follower zählt. Die Videos und Bilder des kleinen Makaken haben weltweit Beachtung gefunden, was Fragen zur Ethik im Umgang mit Tieren aufwirft. Experten warnen, dass Affenbabys oft für Social Media missbraucht werden, was die Notwendigkeit verstärkt, über den angemessenen Umgang mit solchen Tieren nachzudenken.

Obwohl Punch nicht das erste Tierbaby ist, das durch Verstoßung in den Mittelpunkt der Medien rückt, verdeutlicht sein Schicksal die Herausforderungen, mit denen neugeborene Makaken oft konfrontiert sind. Zoo-Mitarbeiter und Tierliebhaber hoffen, dass Punch auch weiterhin gesund bleibt und seine Stellung innerhalb der Gruppe festigen kann.

Weitere Informationen finden Sie auf kurier.at, merkur.de und spiegel.de.