Am 20. März 2026 wurde das Konkursverfahren über das Vermögen der Marina Village Schmalzl GmbH in Velden am Wörthersee eröffnet. Der Antrag sieht die Schließung der Firma vor, eine Wiedereröffnung ist nicht geplant. Die Verbindlichkeiten des Unternehmens betragen rund 1,35 Millionen Euro. Besondere Besorgnis besteht, da Schulden durch Rückforderungs- und Schadenersatzansprüche von Wohnungseigentümern weiter steigen könnten. Ein betroffener Gläubiger ist die finanzierende Bank; es sind jedoch keine Dienstnehmer betroffen.

Die Marina Village Schmalzl GmbH, gegründet im Jahr 2011, ist im Grundstückswesen tätig und hat ihren Sitz in der Seecorso 13, 9220 Velden am Wörthersee. Geschäftsführer Ernst Wolfgang Schmalzl hält 70 Prozent der Gesellschaftsanteile, während Gerlinde Schmalzl 30 Prozent hält. Der Insolvenzantrag wurde durch das Landesgericht Klagenfurt genehmigt, und die Ursachen für die Insolvenz sind vor allem ein negatives Betriebsergebnis in den Jahren 2025 und 2026 sowie zusätzliche Forderungen von Wohnungseigentümern.

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Details zum Insolvenzverfahren

Das Insolvenzverfahren wird von Mag. Michael Lassnig, einem Rechtsanwalt, betreut. Im Rahmen des Verfahrens sind die Aktiva in Form von Liegenschaftsvermögen im Wert von rund 1,4 Millionen Euro vorhanden. Ein Sanierungsplan wird nicht eingebracht, und stattdessen sind Liquidation und Verwertung des Vermögens vorgesehen. Die Anmeldefrist für Forderungen endet am 5. Mai 2026, während die Erstprüfungssitzung am 19. Mai 2026 um 9:30 Uhr stattfinden wird.

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Um die betroffenen Gläubiger zu unterstützen, bietet der AKV EUROPA Hilfe an, unter anderem auch bei der Anmeldung kleiner Forderungen bis zu 3.000 Euro kostenlos, mit einer Gerichtsgebühr von 31 Euro. Kontakt für weitere Informationen ist Mag. Dr. Beatrix Jernej von der Geschäftsstelle Kärnten.

Wirtschaftlicher Kontext

Die Insolvenz der Marina Village Schmalzl GmbH fällt in einen wirtschaftlich herausfordernden Kontext. Laut EY wird auch für 2025 mit einer hohen Anzahl an Unternehmensinsolvenzen gerechnet, insbesondere in der Bau- und Immobilienbranche. Obwohl die Inflation nachgelassen hat und Preisen stabilisiert erscheinen, bleibt die konjunkturelle Entwicklung unsicher. Unternehmen haben seit 2020 kontinuierlich Krisen erlebt, was ihre Reserven stark belastet hat.

Im „Real Estate & Construction“-Sektor zeigt sich ein gemischtes Bild. Die größten Insolvenzen haben bereits stattgefunden, während neue Projektentwicklungen wieder aufgenommen werden. Insbesondere steigen die Herausforderungen durch verändertes Konsumverhalten und Preissensibilität, die sich auch auf Unternehmen wie die Marina Village Schmalzl GmbH auswirken.

Abschließend lässt sich feststellen, dass die Insolvenz der Marina Village Schmalzl GmbH nicht nur für die Gläubiger, sondern auch für die lokale Wirtschaft von Bedeutung sein wird. Die kommenden Monate werden zeigen, wie sich die Situation weiter entwickeln wird und welche Unternehmen womöglich ähnliche Herausforderungen meistern müssen.