Die Caritas Kärnten hat ein wegweisendes Pilotprojekt ins Leben gerufen, das inklusives Freiwilligen-Engagement fördert. Ziel des Projekts ist es, Teilhabe, gelebte Inklusion und gesellschaftlichen Zusammenhalt zu unterstützen. Das Engagement von Menschen mit Behinderungen aus dem Caritas-Team Lebensgestaltung wird dabei besonders hervorgehoben. Diese Freiwilligen setzen sich aktiv im Pflegewohnhaus St. Hemma-Haus in Friesach ein, wo sie regelmäßig Zeit mit den Bewohnern verbringen.
Die praktische Umsetzung des Projekts begann im Januar 2026, nachdem bereits im Oktober 2025 der offizielle Start erfolgt war. Aktuell sind vier Freiwillige aus den Werkstätten Martin und Veronika für das Projekt engagiert. Ein Beispiel ist Markus, der einmal pro Woche die Pflegeeinrichtung besucht. Hier spielt er Brettspiele, hört Geschichten und genießt die gemeinsame Zeit im Garten mit den Bewohnern. Durch solche Begegnungen entsteht ein wertvolles Miteinander, das für beide Seiten bereichernd ist.
Positive Zwischenbilanz und Zielsetzung
Nach drei Monaten zieht die Caritas eine durchweg positive Zwischenbilanz. Das Projekt zeigt eindrücklich, dass Inklusion auch in der Freiwilligenarbeit bestens funktionieren kann. Die Atmosphäre unter allen Beteiligten ist geprägt von Authentizität, Respekt und gegenseitiger Wertschätzung. Romy Strmcnik von der Caritas hebt hervor, dass die Freiwilligen durch das Engagement wichtige Erfahrungen in sozialer Verantwortung, Selbstbestimmung und persönlicher Entwicklung sammeln können.
Das Projekt soll nicht nur weitergeführt, sondern auch ausgebaut werden. Das Ziel ist es, inklusive Möglichkeiten zu schaffen und Barrieren abzubauen, sodass niemand ausgeschlossen wird. Interessierte an einer Freiwilligentätigkeit sind aufgerufen, sich bei der Caritas Kärnten zu melden und sich im Rahmen eines unverbindlichen Erstgesprächs zu informieren. Der Kontakt kann per E-Mail an freiwillig@caritas-kaernten.at oder telefonisch unter 0463/555 60-921 erfolgen.
Inklusion als gesellschaftliche Aufgabe
Der Begriff „Inklusion“ spielt eine zentrale Rolle in der gegenwärtigen Diskussion über soziale Teilhabe. Diese umfasst die Überwindung von Ausgrenzung und Barrieren, die den Zugang zu gesellschaftlich anerkannten Strukturen und Angeboten verwehrt. Die UN-Behindertenrechtskonvention von 2008 hat diesen Begriff in den öffentlichen Diskurs eingeführt und macht deutlich, dass Inklusion weit über die Integration von Einzelnen hinausgeht. Sie betrifft alle gesellschaftlichen Bereiche und ist als kollektive Herausforderung zu verstehen, um ein Miteinander zu fördern, in dem alle Mitglieder einer Gemeinschaft gleichwertig sind.
In der Praxis bedeutet Inklusion die Öffnung gesellschaftlicher Organisationen, die Vermeidung von Diskriminierung und die Sicherstellung einer aktiven Teilnahme aller Bürger. Es ist ein dynamischer Prozess, der nicht nur den Einzelnen, sondern auch die Gesellschaft insgesamt betrifft. Die BpB unterstreicht die Notwendigkeit der gesellschaftlichen Anstrengungen, um eine integrative Gemeinschaft zu schaffen, in der Vielfalt als Bereicherung anerkannt wird.
Die Caritas Kärnten geht mit ihrem Pilotprojekt einen wichtigen Schritt in diese Richtung, indem sie zeigt, wie inklusives Engagement in der Freiwilligenarbeit erfolgreich umgesetzt werden kann. Weitere Informationen zu diesem bedeutenden Thema sind auf den Webseiten von Klick Kärnten und Mein Bezirk verfügbar.



