Sturm Graz steht derzeit vor großen Herausforderungen und Umbrüchen, nachdem Trainer Thomas Ingolitsch das Team übernahm. Ingolitsch trat in einer Phase des Umbaus und der Kostensenkung an, was durch den Abgang zweier Leistungsträger, Tochi Chukwuani und Tomi Horvat, noch verstärkt wurde. Die Intensität der Veränderungen war für ihn überraschend, dennoch bringt er Erfahrung in der Entwicklung von Mannschaften und Spielern mit. Ein weiteres zentrales Thema für Sturm Graz ist die Stadionfrage, die den Verein seit Jahren beschäftigt. Präsident Christian Jauk hebt hervor, dass die finanziellen Einbußen durch das Fehlen eines eigenen Stadions stark ins Gewicht fallen. Ingolitsch wünscht sich daher ein eigenes Stadion für den Verein und ist optimistisch, dass dies den Rahmen für zukünftige Erfolge bieten kann.
Unter Ingolitschs Leitung gab es bereits eine Erfolgsmeldung: Der Verein konnte einen Sieg in der Liga verbuchen und erreichte das Cup-Halbfinale nach einem vorherigen Aus im Cup. Im Sommer wurden smarte Entscheidungen getroffen, die dazu führten, dass die Neuzugänge Yann Massombo und Patrick Greil schnell im Team Fuß fassten. Das primäre Ziel von Sturm Graz ist der Klassenerhalt, jedoch strebt das Team auch das Cup-Finale an. Ingolitsch pflegt dabei eine positive Beziehung zur örtlichen Bevölkerung und drückt den Fans die Daumen für den weiteren Verlauf der Saison.
Finanzielle Entwicklung des DFB
Die positive Entwicklung wird durch neue Grundlagenverträge, Wachstum im Sponsoring und Marketing sowie durch Immobilienverkäufe, insbesondere der ehemaligen Verbandszentrale, unterstützt. Einnahmen aus internationalen Turnieren, insbesondere durch die bevorstehende Männer-EM im eigenen Land, sind ebenfalls gestiegen. Die frei verfügbaren Rücklagen des DFB wuchsen auf 85,8 Millionen Euro, und auch das Eigenkapital nahm signifikant zu.
Ein Blick auf die Ligen in Europa
Die Bundesliga hat jedoch stabile kommerzielle Erlöse von 1,7 Milliarden Euro und steigende Medienerlöse von 1,5 Milliarden Euro zu verzeichnen. Zudem blieb die Personalkostenquote mit 58% die niedrigste unter den „Big Five“, was ein positives kumuliertes Betriebsergebnis von 170 Millionen Euro zur Folge hatte. Dennoch hat der DFB mit der Vergabe nationaler Medienrechte ab der Saison 2025/26 neue Planungssicherheit geschaffen, während die Bundesliga durch innovative Verträge an Relevanz und weiteren finanziellen Erfolg gewinnen möchte.