In der heutigen Episode der „Peter & Paul“-Sendung, moderiert von Paul Leitenmüller (CEO Opinion Leaders Network), diskutieren Zsolt Juhasz (General Manager Westfield) und Peter Engert (Geschäftsführer der ÖGNI) über die wachsende Bedeutung von Nachhaltigkeit im Handel und in der Immobilienwirtschaft. Die Sendung wurde in den eleganten Räumlichkeiten von Behan & Thurm in Wien aufgezeichnet.

Zsolt Juhasz, verantwortlich für die Westfield Shopping City Süd (SCS) in Vösendorf, beleuchtet die erheblichen Veränderungen im Einkaufsverhalten der Konsumenten. Insbesondere Gastronomie und erlebnisorientierte Angebote gewinnen zunehmend an Bedeutung. Die SCS zieht jährlich rund 20 Millionen Besucher an und präsentiert sich als soziale Treffpunkte und „One Stop Destination“ für Einkauf, Dienstleistungen und Gastronomie. Um den Herausforderungen der Nachhaltigkeit gerecht zu werden, hat Juhasz auf der SCS eine Photovoltaikanlage installiert, die als die größte ihrer Art in Europa gilt und eine Leistung von fünf Megawatt Peak erreicht. Diese Initiative ist Teil der Bestrebungen, die CO₂-Emissionen zu reduzieren und ressourcenschonend zu wirtschaften.

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Nachhaltigkeit als zukunftsweisender Faktor

Im Gespräch hob Engert die Notwendigkeit hervor, dass zukünftige Immobilien nicht nur nachhaltig gebaut, sondern auch energieproduzierend sein sollten. Dies ist besonders relevant, da die ÖGNI seit 2009 als Non-Profit-Organisation darauf hinarbeitet, nachhaltige Praktiken in der Bau- und Immobilienbranche zu etablieren. Engert betont die drei Dimensionen nachhaltiger Immobilien: Ökologie, Ökonomie und soziale Verantwortung. Nachhaltigkeit sei nicht nur auf ökologische Maßnahmen beschränkt, sondern müsse auch wirtschaftlich tragfähig sein.

Dieser Diskurs über ökologische und ökonomische Aspekte wird durch die Ergebnisse einer neuen Studie der gif Gesellschaft für immobilienwirtschaftliche Forschung e.V. und der IRE|BS International Real Estate Business School ergänzt. Hierbei wird aufgezeigt, dass trotz Fortschritten im Bereich der ökologischen Nachhaltigkeit ein erheblicher Bedarf an einheitlichen Definitionen und standardisierten Instrumenten zur Bewertung sozialer Nachhaltigkeit besteht. Prof. Dr. Tobias Just hebt hervor, dass bestehende Ansätze oft zu allgemein sind und nicht spezifischen Anforderungen der Immobilienbranche gerecht werden.

Soziale Nachhaltigkeit im Fokus

Die Studie dokumentiert die Ergebnisse einer Analyse von 154 internationalen Veröffentlichungen, von denen 80 konkrete Ansätze zur sozialen Nachhaltigkeit bieten. Dabei wird der Fokus auf Arbeitsbedingungen und Gleichberechtigung gelegt, jedoch mangelt es oft an tiefgreifenden Konzepten. Prof. Dr. Verena Rock verdeutlicht die Dringlichkeit klarer Bewertungsstandards für soziale Nachhaltigkeit. Die Entwicklung von messbaren Indikatoren und die klare Differenzierung von Maßnahmen nach allokativer oder distributiver Wirkung sollen die Akzeptanz sozialer Nachhaltigkeitskonzepte in der Immobilienbranche erhöhen.

Zusammengefasst wird estimiert, dass die Immobilien der Zukunft nicht nur als Lebensraum, sondern auch als aktive Energieerzeuger fungieren sollten. Juhasz und Engert verweisen auf die Verantwortung der Branche, diese Herausforderung zu meistern, um sowohl ökologische als auch soziale Ziele zu erreichen. Die Ergebnisse der Studie werden voraussichtlich zur Förderung eines ergebnisorientierten Dialogs und von Zielvereinbarungen im Immobiliensektor beitragen. Die Präsentation fand kürzlich beim gif Forum in Berlin und wird erneut auf der Expo Real im Oktober 2023 vorgestellt.

Für weitere Informationen zu den diskutierten Themen können Sie die Berichte auf Leadersnet und gif nachlesen.