Ein dramatischer Vorfall ereignete sich in der Sardar Heights Society in Valsad, Gujarat, wo ein Mann am 6. März 2026 nur knapp einem tödlichen Unfall durch einen Aufzug entkam. Laut Kurier wollte der Mann ins Erdgeschoss fahren und wartete auf die Öffnung der Aufzugtüren. Nach etwa 35 Sekunden öffneten sich die Türen unerwartet, während der Aufzug gleichzeitig schnell nach oben fuhr. Der Mann wurde beinahe im Spalt zwischen Boden und Lift eingeklemmt, erlitt jedoch glücklicherweise nur eine leichte Kopfverletzung. Schwere Verletzungen wurden nicht festgestellt. Der Aufzug wurde sofort außer Betrieb genommen und wird nun untersucht.

Dieser Vorfall wirft ein Licht auf die Sicherheit von Aufzügen, ein Thema, das in den letzten Jahren immer mehr an Bedeutung gewonnen hat. Laut dem Anlagensicherheitsreport 2024, der von verschiedenen TÜV-Organisationen erstellt wurde, hat sich das Sicherheitsniveau von Aufzügen in Deutschland deutlich verbessert. Der Bericht, wie Lift-Journal berichtet, zeigt, dass der Anteil der Aufzüge mit erheblichen und gefährlichen Mängeln auf 10,9 Prozent gesunken ist, was den niedrigsten Wert seit vielen Jahren darstellt. Im Jahr 2023 wiesen nur 0,6 Prozent (ca. 4.000 Anlagen) gefährliche Mängel auf.

Sicherheitslage in Deutschland

Der Anlagensicherheitsreport verdeutlicht, dass der Anlagenbestand jährlich um mehr als zwei Prozent wächst und die Zahl der meldepflichtigen Arbeitsunfälle mit Aufzügen in den letzten zehn Jahren stabil und niedrig geblieben ist. Im Jahr 2022 wurden 679 solcher Unfälle gemeldet, was einen Rückgang im Vergleich zu 2021 darstellt. Dabei kam es in Deutschland nur zu einem tödlichen Unfall im Jahr 2022, und in den vorhergangenen Jahren waren es im Durchschnitt zwei.

Die häufigsten Verletzungen bei meldepflichtigen Unfällen sind laut SGS TÜV Saar die Hände (41 Prozent), gefolgt von Füßen und Fußknöcheln (15 Prozent) sowie dem Kniegelenk und Unterschenkel (12 Prozent). Dr. Joachim Bühler, Geschäftsführer des TÜV-Verbands, hebt die Notwendigkeit regelmäßiger Wartungen und die Einhaltung von Prüfungsterminen hervor, um solche Vorfälle zu vermeiden.

Typische Mängel, die bei Prüfungen festgestellt werden, umfassen fehlerhafte Steuerungen, defekte Türverriegelungen und ausgefallene Notrufsysteme. Die Prüfungen vor der Inbetriebnahme neuer Aufzüge sind entscheidend für die Gewährleistung einer korrekten Installation und Funktion. Bei 10,4 Prozent der im Jahr 2022 getesteten neuen Aufzüge wurden erhebliche Mängel festgestellt.

Zusätzlich zu diesen Sicherheitsaspekten ist Cybersecurity für Aufzugsanlagen inzwischen ebenfalls ein wichtiges Thema. Betreiber sind verpflichtet, technische und organisatorische Maßnahmen zum Schutz vor Cyberangriffen zu implementieren. Der Fokus auf IT-Sicherheit ist eine neue Herausforderung, die in der Branche eine immer größere Rolle spielt.