Herz-Kreislauf-Erkrankungen stellen eine der größten Gesundheitsgefahren in Österreich dar. Jährlich sind etwa 10.000 Menschen von einem Herzinfarkt betroffen, die Zahl ist alarmierend hoch. Viele Erkrankungen bleiben unter dem Radar und ihre gravierenden Folgen werden häufig unterschätzt. Harald Mrak aus Fürnitz erlebte vor eineinhalb Jahren einen dramatischen Vorfall, der die Dringlichkeit von schnellen Reaktionen bei Herzstillständen unterstreicht. Er beschreibt seine Erfahrung, als er einen Herzstillstand erlitt, als „schwarz“. Seine Frau Daniela handelte sofort, rief den Notarzt und begann mit der Reanimation. Dieser Vorfall verdeutlicht, wie wichtig es ist, in solchen Situationen schnell zu handeln, denn jede Minute ohne Wiederbelebung senkt die Überlebenschancen drastisch. Laut exxpress.at verbringen Patienten, die einen Herzstillstand überleben, oft Tage im Krankenhaus, wie Harald, der insgesamt 32 Tage stationär behandelt wurde.
Herzinfarkte können unerwartet auftreten und führen häufig zu lebensbedrohlichen Komplikationen wie Kammerflimmern, einer der häufigsten Ursachen für plötzlichen Herztod. Laut herzstiftung.de kommt es binnen weniger Minuten zu einem Bewusstseinsverlust, wenn die Blutzufuhr zum Herzen unterbrochen wird. Der Verlust des Bewusstseins geschieht innerhalb von 10 bis 15 Sekunden, und ohne sofortige Wiederbelebungsmaßnahmen kann der Patient in kurzer Zeit versterben. Daher ist es unerlässlich, Symptome eines Herzinfarkts ernst zu nehmen und umgehend den Rettungsdienst zu verständigen. Wichtig ist es, dem Rettungsdienst alle relevanten Informationen bereitzustellen, einschließlich Name, Adresse und Beschwerden.
Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen
Die Hauptursache für Herzinfarkte sowie andere Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist der Verschluss von Herzkranzgefäßen, der die Blut- und Sauerstoffversorgung des Herzens beeinträchtigt. Zu den Risikofaktoren gehören unter anderem hohe Blutfettwerte, Diabetes und Bluthochdruck. Laut Christopher Krainer, Präsident von „in.puls.kärnten“, sind psychische Folgen eines Herzstillstands gravierend und erfordern oft Unterstützung durch Selbsthilfegruppen. Rund ein Drittel aller Todesfälle in Österreich sind auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen zurückzuführen, eine Statistik, die auch in Deutschland alarmierend ist, wo diese Krankheitsgruppe etwa 40 Prozent aller Sterbefälle verursacht, wie rki.de anführt.
Ein häufig übersehener Risikofaktor ist das Blutfett Lipoprotein(a), dessen hohe Werte das Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse signifikant steigern. In Österreich wird LP(a) jedoch nicht routinemäßig gemessen. Etwa jeder fünfte Mensch im Land hat erhöhte Werte, was bedeutet, dass viele Betroffene möglicherweise unwissentlich einem zusätzlichen Risiko ausgesetzt sind. Prävention kann durch eine ausgewogene Ernährung, regelmäßige Bewegung und den Verzicht auf Nikotin sowie Alkohol gefördert werden.
Wichtigkeit der Prävention
Um die Gefahren von Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu minimieren, ist ein gesundheitsbewusstes Verhalten entscheidend. Viele der Risikofaktoren wie Übergewicht oder ungesunde Ernährung können durch geeignete Maßnahmen beeinflusst werden. Die medizinische Gemeinschaft sieht ein großes Potenzial in der Prävention dieser Erkrankungen, um die damit verbundenen Krankheitsfolgen und gesellschaftlichen Kosten zu senken. Das umfassende Verständnis über die Symptome und Risikofaktoren kann Leben retten und trägt zur Verbesserung der allgemeinen Gesundheit bei.