Die Stadt Wien lanciert im Rahmen des Stadterneuerungsprogramms WieNeu+ ein neues Projekt, das sich auf die nachhaltige Entsiegelung von Innenhöfen konzentriert. Vizebürgermeisterin Kathrin Gáal und Bezirksvorsteher Peter Jagsch betonen die Bedeutung dieser Initiative für die Verbesserung des Mikroklimas und die Schaffung neuer Gemeinschaftsräume in Hernals. Ab sofort können Projektideen bis zum 15. Mai 2026 eingereicht werden, um von Förderungen für Maßnahmen zur Begrünung und Aufwertung von Innenhöfen zu profitieren. Dieses Programm kommt zu einem wichtigen Zeitpunkt, da schätzungsweise 68 % der Weltbevölkerung bis 2050 in Städten leben werden, was innovative Lösungen für städtische Herausforderungen notwendig macht berichtete die Stadt Wien und ergänzt die Überlegungen der nachhaltigen Stadtbegrünung, die entscheidend für ein gesundes urbanes Klima ist.

Im Fokus stehen Ideen zur Entsiegelung, Begrünung oder Aufwertung gemeinschaftlich genutzter Räume wie Innenhöfen. Zu den gefragten Maßnahmen zählen Gemeinschaftsgärten, Sonnensegel über Sandkästen sowie das Aufbrechen von Betonflächen. Gáal hebt das Potenzial dieser Flächen hervor, um die Lebensqualität in Hernals zu steigern. Die Grätzlmarie fördert dabei Projekte, die einen Mehrwert für das lokale Zusammenleben schaffen und die sozialen Interaktionen stärken so das RLP-Magazin.

Einreichfristen und Unterstützung

Bis kommenden Mai können die Interessierten ihre Projekte einreichen. Zudem wird eine Ideenwerkstatt am 9. April 2026 angeboten, die als Unterstützungsplattform für die Projektentwicklung dient. Dort können Teilnehmer ihre Konzepte vorstellen und wertvolle Anregungen erhalten. Anmeldungen für die Werkstatt sind über die Webseite wieneuplus.wien.gv.at möglich. Der Bezirk Hernals plant außerdem, einen bereits entsiegelten Innenhof in der Halirschgasse 1 zu besichtigen, um Best Practices vorzustellen.

Die Initiative wird nicht nur von der Stadt, sondern auch von der Gebietsbetreuung Stadterneuerung begleitet, die als wichtige Anlaufstelle für die Antragstellung fungiert. Jagsch betont die Förderung nachhaltiger Projekte, die von einer durchschnittlichen Förderhöhe zwischen 500 und 8.000 Euro profitieren können. Die Einreichungen bleiben bis voraussichtlich Juni 2028 möglich, was den Akteuren langfristige Planungen ermöglicht.

Urbane Begrünung als Schlüsselstrategie

Die Herausforderungen der urbanen Verdichtungen haben spürbare Auswirkungen auf die natürlichen Ökosysteme, weshalb nachhaltige Stadtbegrünung als Schlüsselstrategie gilt. Projekte zur Begrünung städtischer Räume, von Parks über grüne Dächer bis hin zu vertikalen Gärten, tragen wesentlich zur Verbesserung der Luftqualität und zur Bekämpfung von städtischen Wärmeinseln bei. Sie fördern nicht nur die Biodiversität, sondern unterstützen auch das Wohlbefinden der Bewohner und schaffen soziale Interaktionen ergänzt das RLP-Magazin.

Bürgerengagement spielt hierbei eine zentrale Rolle: Es fördert nicht nur die Akzeptanz der Projekte, sondern stärkt auch das Gemeinschaftsgefühl. Künftige Trends in der Stadtbegrünung werden stark von der Integration in smarten Städten und der Bürgerbeteiligung in Klimaanpassungsprojekten geprägt sein. Gemeinsam ist es notwendig, den Klimawandel zu bekämpfen und lebenswerte urbane Räume zu schaffen, die den Anforderungen der modernen Gesellschaft gerecht werden.