
Die Ergebnisse der BEST-RECRUITERS-Studie 2024/25 wurden am 2. April in Zürich vorgestellt. Diese umfassende Untersuchung analysiert die Recruiting-Qualität von etwa 450 großen Unternehmen in der Schweiz und Liechtenstein. In diesem Jahr sicherte sich die Helsana Versicherungen AG den Gesamtsieg im Ranking, was ihre herausragenden Recruiting-Praktiken unterstreicht.
Die Studie zeigt, dass wichtige Trends wie der Einsatz von TikTok und Videocontent im Recruiting zunehmend an Bedeutung gewinnen. Zudem haben sich die Usability der Karriere-Websites verbessert, allerdings offenbaren sich auch Schwächen: Viele Unternehmen haben Probleme in der Cybersicherheit, der Leadership-Kommunikation sowie bei der Reaktionsgeschwindigkeit auf Bewerbungen.
Aktuelle Herausforderungen im Recruiting
Eine alarmierende Erkenntnis der Studie ist, dass 59 % der Unternehmen auf Anfragen junger Interessierter nicht reagieren. Zudem geht hervor, dass nur 2 % der Stellenanzeigen den Führungsstil thematisieren, während Führungskommunikation nur von 30 % der Arbeitgeber auf Karriere-Websites angesprochen wird. Auch Erfahrungsberichte von Führungskräften finden sich lediglich auf 4 % der Seiten.
In Bezug auf Benefits zeigen die Zahlen ein unterschiedliches Bild: Während in Österreich 91 % der Stellenanzeigen mit Benefits versehen sind, sind es in der Schweiz nur 75 %. Homeoffice wird in Österreich von 55 % der Arbeitgeber angeboten, während der Anteil in der Schweiz bei 47 % liegt. Flexible Arbeitszeitmodelle sind in Österreich bei 47 % und in der Schweiz bei 41 % der Arbeitgeber zu finden.
Top-Recruiter und Praktiken
Rang | Unternehmen |
---|---|
1 | Helsana Versicherungen AG |
2 | Migros Bank AG |
3 | Graubündner Kantonalbank |
4 | PROMEA Sozialversicherungen |
5 | Helvetia Versicherungen |
6 | Migros-Genossenschafts-Bund |
7 | Universitäts-Kinderspital Zürich |
8 | Hilti AG |
9 | Bell Food Group AG |
10 | SBB AG |
Die BEST-RECRUITERS-Plattform bietet zudem personalisierte Auswertungen und Best Practices für Unternehmen, die ihre Recruiting-Strategien optimieren möchten. Die Studie stützt sich auf 330 Kriterien in 10 verschiedenen Kategorien und wird von einem wissenschaftlichen Beirat begleitet
In einem größeren Kontext betrachtet, zeigen die Trends für 2025 im Recruiting, dass der Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) für Bewerbungsscreening und Matching eine zentrale Rolle spielen wird. Darüber hinaus wird der professionelle Einsatz von Social Media für Recruiting zunehmend unerlässlich. Employer Branding muss durch konstruktive Kommunikation im Internet gestärkt werden, und die positive Candidate Experience steht an oberster Stelle, um negative Erfahrungen zu vermeiden.
Die Rekrutierung wird also nicht nur über traditionelle Kanäle erfolgen, sondern zunehmend auch über soziale Medien, was innovative Ansätze und Techniken erfordert. Sowohl die Automatisierung als auch Flexibilisierung von Prozessen sind bei den Recruiting-Trends 2025 wesentliche Themen. Unternehmen, die diese Veränderungen proaktiv angehen, können sich auf einen wettbewerbsfähigen Vorteil einstellen.
Für detaillierte Informationen zu den Ergebnissen und Trends empfehlen wir einen Blick auf die umfassenden Einsichten der BEST-RECRUITERS-Studie sowie die aktuellen Recruiting-Trends 2025.
Ort des Geschehens
Details zur Meldung