Hella, ein Traditionsunternehmen aus Osttirol und Marktführer in Österreich für Sonnen-, Licht- und Wetterschutzsysteme, hat im Geschäftsjahr 2025 einen internationalisierten Konzernumsatz von rund 173 Millionen Euro erzielt. Dies stellt einen Rückgang im Vergleich zu den Rekordumsätzen der vergangenen Jahre dar, die 214 Millionen Euro im Jahr 2023 und 185 Millionen Euro im Jahr 2024 betrugen. Das Unternehmen beschreibt das Ergebnis für 2025 als Ausdruck „tiefgreifender strategischer Entscheidungen“, die letztlich zu einer Konsolidierung in der Marktbearbeitung und einer internationalen Vertriebsstrategie führten, berichtet Dolomitenstadt.
Im Rahmen dieser Strategien habe Hella die Fertigung weniger profitabler Produktgruppen eingestellt. Zudem trug der stillgelegte Standort in Duisburg im Jahr 2024 noch rund 20 Millionen Euro zum Gesamtumsatz bei. Geschäftsführer Andreas Kraler äußerste die Ambition, den Umsatz wieder über die 200-Millionen-Marke zu heben, indem das Unternehmen in Produktionsoptimierungen und neue Produkte investiert.
Investitionen und Innovationen
Um die Effizienz zu steigern, hat Hella eine Fließfertigung in Werne, Deutschland, eingeführt. Durch diese Maßnahme konnten die Durchlaufzeiten verkürzt und die Auslieferungen beschleunigt werden. Die Produktionsflächen in Werne wurden um rund 35 Prozent erweitert, was mit einer Investition von etwa einer Million Euro einherging.
Ein zukunftsträchtiges Segment für Hella ist der Bereich „Outdoor Living“. Im April 2026 wird eine neue Generation von Lamellendächern auf einer Messe in Stuttgart vorgestellt. Diese Lamellendächer zeichnen sich durch eine modulare Bauweise, Langlebigkeit und die Möglichkeit zur Integration von Photovoltaik-Elementen aus. Für Hella ist dies ein großer Schritt in die Zukunft der energieeffizienten Produkte.
Nachhaltigkeit und Energieeffizienz
Ein weiteres Augenmerk liegt auf der Nachhaltigkeit. Am Standort Abfaltersbach erzeugt Hella mehr Energie, als sie verbraucht. Für das Jahr 2026 sind zusätzliche Investitionen in die Energieinfrastruktur und Effizienz geplant. Dazu gehören unter anderem 1,5 Millionen Euro für eine Dachsanierung und eine neue Photovoltaikanlage in Osttirol sowie in Geislingen.
Die strategischen Zielsetzungen von Hella sind klar: Das Unternehmen strebt an, innerhalb der nächsten zwei Jahre wieder über die 200 Millionen Euro Umsatz zu kommen. Diese Ziele basieren auf Produktinnovationen, Kapazitätserweiterungen und einem engen Fokus auf Nachhaltigkeit, wie ORF Tirol berichtet.



