Am 10. Februar erlebten Touristen am Kanas Fluss in Xinjiang, China, einen dramatischen Vorfall, als ein Mädchen in einen teilweise vereisten Fluss fiel. Die Mutter versuchte verzweifelt, ihr Kind zu retten, und geriet dabei selbst in Gefahr, als sie in das eiskalte Wasser stürzte. Die Wassertemperatur betrug an diesem Tag minus 20 Grad Celsius, was die Situation für beide Touristinnen noch riskanter machte. Das Mädchen litt unter Kälteschock und war kaum in der Lage, sich zu bewegen.
Glücklicherweise eilten andere Touristen zur Hilfe und konnten das Mädchen schnell aus dem Wasser ziehen. Die Mutter, die in der Strömung gefangen war, benötigte zusätzliche Unterstützung. Ein Reiseführer namens Deng Zilong versuchte, am gegenüberliegenden Ufer zu helfen und zog dafür seine Daunenjacke aus, um bei den Rettungsbemühungen nicht behindert zu werden. Mithilfe weiterer Touristen gelang es schließlich, auch die Mutter aus dem Fluss zu befreien. Beide Touristinnen haben sich nach dem Vorfall erholt und sind dankbar für die schnelle Hilfe.
Risiken für Touristen
Dieser Unfall wirft ein Licht auf die Gefahren, die mit dem Besuch von Naturschutzgebieten verbunden sind. Laut einem Bericht von der Bergwacht Sankt Andreasberg in Deutschland, unterschätzen viele Touristen die Risiken, die mit enge Wegen, steile Hänge sowie Eisflächen einhergehen. Martin Asselmeyer von der Bergwacht betont, dass viele Einsätze vermeidbar wären, wenn sich Touristen besser auf solche Ausflüge vorbereiten würden.
Die Bergwacht gibt wichtige Tipps für einen sicheren Ausflug: Tragen Sie festes Schuhwerk und nehmen Sie passende Wetterschutzkleidung mit. Darüber hinaus sollte ausreichend Handy-Akkulaufzeit für Notfälle sichergestellt werden. Es ist entscheidend, sich über Wanderrouten zu informieren und Angehörige über die Pläne in Kenntnis zu setzen. Auch die richtige Ausrüstung ist beim Klettern von großer Bedeutung.
Wichtige Empfehlungen zur Krisenvorbereitung
In Bezug auf Sicherheitsvorkehrungen hat das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) weitere hilfreiche Ratschläge veröffentlicht. Besonders relevant ist die individuelle Anpassung an persönliche Lebensmittelunverträglichkeiten und Vorlieben bei der Bevorratung für Notfälle. Es wird empfohlen, einen Vorrat für mindestens drei Tage anzulegen, um auf unerwartete Ereignisse vorbereitet zu sein.
Die Vorfälle wie der am Kanas Fluss zeigen deutlich, wie wichtig es ist, sich der Umgebung und den Risiken bewusst zu sein. Ob in den Bergen oder an Wasserfällen – unachtsames Verhalten kann fatale Folgen haben. Touristen sollten sich stets über potenzielle Gefahren informieren und präventive Vorsichtsmaßnahmen treffen.