Am 21. Februar 2026 brach in Aibl, Gemeinde Eibiswald, Steiermark, ein verheerender Brand in einem Wirtschaftsgebäude aus, das als Pferdestall genutzt wurde. Zum Zeitpunkt des Feuers befanden sich 14 Pferde in dem Stall, die alle gerettet werden konnten. Der 51-jährige Stallbesitzer bemerkte das Feuer und versuchte, selbst zu löschen und seine Tiere in Sicherheit zu bringen. Dabei zog er sich jedoch schwere Verbrennungen am Oberkörper und an der linken Hand zu. Er erhielt eine Erstversorgung durch das Rote Kreuz und wurde anschließend ins LKH Deutschlandsberg eingeliefert. Die Alarmierung der Freiwilligen Feuerwehren Eibiswald, Hörmsdorf und Pitschgau-Haselbach erfolgte um 22:02 Uhr, und die Feuerwehr konnte den Brand nach rund zwei Stunden löschen. Die Eibiswald Feuerwehr blieb zur Brandwache vor Ort, um eine weitere Ausbreitung des Feuers zu verhindern.

Insgesamt waren 111 Feuerwehrleute mit 21 Fahrzeugen im Einsatz. Unterstützt wurden sie von der Feuerwehr Wildbach sowie der Betriebsfeuerwehr Magna. Bei den Löscharbeiten konnten alle 14 Pferde unversehrt gerettet werden, was besonders erfreulich ist. Die genaue Brandursache wird derzeit noch ermittelt; vorläufige Hinweise deuten auf einen technischen Defekt an einer Gasflasche hin. Die Höhe des entstandenen Schadens ist bislang unbekannt.

Details zu den Löscharbeiten

Die Feuerwehrleute arbeiteten unter enormen Druck, da der Brand in einem schlecht belüfteten Stall ausbrach. In der ohnehin schon kritischen Zeit zwischen 22 Uhr und 4 Uhr, einem Zeitraum, in dem häufig größere Schäden entstehen, waren die Einsatzkräfte gefordert. Neben den 111 Feuerwehrmitgliedern waren auch die Polizei und das Rote Kreuz vor Ort, um die Sicherheit der Helfer und der geretteten Tiere zu gewährleisten.

Eine umfassende statistische Erfassung von Brandursachen und -schäden wird von der Vereinigung zur Förderung des Deutschen Brandschutzes e. V. (vfdb) verwaltet. Diese umfasst Daten zu mehr als 5.000 Einsätzen und bleibt für die Verbesserung des Brandschutzes und die Prävention von Gebäudebränden notwendig.

Die Tragödie in Eibiswald steht im Kontext einer höheren Gefährdung für Gebäudebrände in der Nacht sowie der spezifischen Risiken, die mit der Nutzung von Gasflaschen verbunden sind. Der Vorfall zeigt, wie wichtig es ist, präventive Maßnahmen und sichere Bautechniken zu fördern, um solch gefährliche Situationen künftig zu vermeiden. Bundesweit sind Küchen mit 27 % der Brandentstehungen der häufigste Ort für Brände, wobei technische Defekte einen erheblichen Teil der Ursachen ausmachen.

In Anbetracht dieser Risikoanalyse ist es von größter Bedeutung, dass sowohl die Feuerwehr als auch die Besitzer von landwirtschaftlichen Betrieben in sicherheitsrelevanten Belangen geschult sind, um im Ernstfall schnell und effektiv reagieren zu können. Ermittlungen zur Brandursache dauern an; die Situation in Aibl dient als warnendes Beispiel für die potenziellen Gefahren, die in der Landwirtschaft lauern.