In einem dramatischen Vorfall vor der Küste Westaustraliens hat ein 13-Jähriger seine Mutter und zwei jüngere Geschwister aus akuter Seenot gerettet. Während ihres Urlaubs in Quindalup wurden die Familienmitglieder während eines Kajak- und Paddleboard-Ausflugs von starkem Wind aufs offene Meer hinausgetrieben. Die 47-jährige Mutter und die Kinder hielten sich auf einem aufblasbaren Paddleboard auf, während der mutige Junge versuchte, mit seinem Kajak zurück ans Ufer zu paddeln.

Als das Kajak jedoch aufgrund der rauen Bedingungen Wasser aufnahm, entschied sich der Teenager, den Rest des Weges zu schwimmen. Er kämpfte sich etwa vier Kilometer zur Küste, was insgesamt vier Stunden in Anspruch nahm. Dabei befand sich der Junge in einem Gebiet, das für sein hohes Vorkommen an Haien bekannt ist. Trotz des starken Wellengangs und der bereits dämmrigen Lichtverhältnisse schaffte er es, seinen Mut zu bewahren, indem er sich auf positive Gedanken konzentrierte.

Der Kampf um das Überleben

Die ersten zwei Kilometer schwamm der Junge mit einer Rettungsweste, die er später ablegte, um schneller voranzukommen. Am Strand angekommen, brach er erschöpft zusammen, schaffte es jedoch, sich zu einem Telefon zu schleppen, um Hilfe zu alarmieren. Die sofort eingeleitete Suchaktion umfasste die Wasserschutzpolizei sowie freiwillige Rettungsschwimmer, unterstützt von einem Hubschrauber. Dieser entdeckte die Mutter und die Kinder in einer dramatischen Lage: Sie hatten sich etwa 14 Kilometer vor der Küste festgeklammert an dem Paddleboard über Wasser gehalten.

Nach ihrem Aufsammeln durch ein Rettungsboot wurden alle drei sicher an Land gebracht. Paul Bresland von der Seenotrettungsorganisation Naturaliste Marine Rescue bezeichnete die Schwimmleistung des Jungen als außergewöhnlich. Besonders betont wurde auch, dass alle drei Familienmitglieder Schwimmwesten trugen, was maßgeblich zu ihrem Überleben beitrug, da diese nach einem Sturz in kaltes Wasser für Auftrieb sorgen und den Kopf über Wasser halten können.

Überlebensstrategien auf See

Dieser Vorfall verdeutlicht die Wichtigkeit von Sicherheitsvorkehrungen beim Wassersport. Experten empfehlen, dass alle Personen auf See eine gut sitzende Rettungsweste tragen sollten, um im Notfall besser geschützt zu sein. Bei einem Sturz in kaltes Wasser ist es entscheidend, Ruhe zu bewahren, um die Atmung zu kontrollieren und Optionen wie das Erreichen eines treibenden Gegenstandes oder des Ufers zu prüfen. Während des Kampfes um das Überleben kann der Wille, nicht aufzugeben, entscheidend für eine erfolgreiche Rettung sein.

In einem abschließenden Kommentar ermutigte die Seenotrettungsorganisation alle Wassersportler, sich über Überlebensstrategien zu informieren. Denn der Umgang mit unerwarteten Situationen kann den Unterschied zwischen Leben und Tod ausmachen.

Für weitere Informationen über Überlebensstrategien auf See, besuchen Sie Seenotretter.de. Die Geschichten und Taten des 13-Jährigen finden Sie auch auf Kurier.at und BR.de.