Am Montag, den 9. März 2026, wurde die Hauptfeuerwache Villach alarmiert, um sich um eine Personenrettung in St. Ruprecht zu kümmern. Kurz vor Mittag, konkret um 11:30 Uhr, erhielt die Feuerwehr den Einsatzbefehl, da ein Mann nach einem medizinischen Notfall nicht in der Lage war, ein Hausdach selbstständig zu verlassen. Das Rote Kreuz war bereits vor dem Eintreffen der Feuerwehr am Einsatzort und hatte den Patienten versorgt.

Der Einsatzleiter, OBI Martin Regenfelder von der Hauptfeuerwache Villach, schilderte, dass der Mann mit einem Hubrettungsgerät und einer Korbtrage sicher vom Dach geholt wurde. Auch der Feuerwehrarzt unterstützte bei der medizinischen Erstversorgung während der Rettungsaktion. Nach erfolgreichem Abtransport wurde der Patient ins Landeskrankenhaus Villach gebracht. Weitere Einsätze der alarmierten Freiwilligen Feuerwehren Sankt Ruprecht und Zauchen waren nicht mehr notwendig.

Insgesamt waren bei dem Einsatz zwölf Einsatzkräfte der Hauptfeuerwache Villach mit drei Fahrzeugen sowie der freiwillige Feuerwehr-Arzt und das Rote Kreuz beteiligt. Solche Rettungseinsätze verdeutlichen die wichtige Rolle der Feuerwehren und Rettungsdienste in Notlagen, wobei der Bedarf an Fachkräften in diesen Bereichen kontinuierlich steigt.

Rettungsdienste im Fokus

Destatis stieg die Zahl der hauptamtlich im Rettungsdienst Beschäftigten in Deutschland innerhalb von zehn Jahren um 71 %, was die Dringlichkeit unterstreicht, Fachkräfte in diesem kritischen Bereich zu gewinnen. Im Jahr 2021 waren rund 85.000 Personen im Rettungsdienst beschäftigt, was auf einen hohen Bedarf hinweist. Rettungsberufe gelten als Engpassberufe, da die Nachfrage nach qualifiziertem Personal über dem Angebot liegt.

Diese Entwicklungen sind auch für die Feuerwehr in Villach von Bedeutung, da kontinuierlich Schulungen und Einsatzübungen notwendig sind, um auf Notfällen wie dem in St. Ruprecht vorbereitet zu sein. Der Einsatz in St. Ruprecht zeigt etwa, wie wichtig die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Rettungseinheiten ist, um in kritischen Situationen effizient handeln zu können.

Wie bei vielen Rettungseinsätzen gibt es zunehmend auch einen bemerkenswerten Anstieg des Frauenanteils in den Rettungsdiensten. Im Jahr 2021 waren 66 % der Beschäftigten im Rettungsdienst männlich, während der Frauenanteil auf 34 % stieg. Dies spiegelt eine positive Entwicklung im Hinblick auf Geschlechtergerechtigkeit in einem traditionell männlich dominierten Berufsfeld wider.