Am Montagabend, dem 16. März 2026, fand in Hattersheim am Main ein bedeutendes Ereignis statt: die Gründung der Fachgruppe Kran/Rüst der Feuerwehr. Rund 30 Einsatzkräfte aus den Stadtteilwehren Hattersheim, Okriftel und Eddersheim waren anwesend, um den offiziellen Start dieser neuen Spezialeinheit zu feiern. Ziel der Fachgruppe ist es, die spezialisierten Kompetenzen im Bereich schwerer technischer Hilfeleistungen zu bündeln und weiterzuentwickeln. Stadtbrandinspektor David Tisold betonte bei der Veranstaltung die Notwendigkeit einer klaren Struktur für den effektiven Technikeinsatz und die damit verbundene Erhöhung der Sicherheit.
Die Fachgruppe Kran/Rüst wird sich unter anderem mit der Aus- und Fortbildung sowie der operativen Nutzung der Kran- und Rüsttechnik befassen. Besonderen Wert legt die Einheit auf die Etablierung eines eingespielten Teams, das auf komplexe Einsatzlagen vorbereitet ist. Zu den verfügbaren technischen Mitteln gehört ein Wechselladerfahrzeug-Kran (WLF-K 32/6900), das auf einem Mercedes-Benz Arocs 4151 basiert und ein Gesamtgewicht von 32 Tonnen aufweist. Der Ladekran, ein Palfinger PK 37.002 TEC7, hat eine maximale Reichweite von 21,8 Metern und eine Hebekapazität von bis zu 6 Tonnen.
Einsatzoptionen und Ausrüstung
Die Einsatzmöglichkeiten der Fachgruppe sind vielfältig. Sie umfassen unter anderem das Anheben und Bergen von Fahrzeugen oder schweren Lasten, Arbeiten in Höhen mit einem Arbeitskorb oder einer Rettungsgondel sowie die Beseitigung von Sturmschäden und das Öffnen von Dachkonstruktionen. Auch bei Brandeinsätzen kann die Fachgruppe unterstützen, beispielsweise durch das Ausräumen von Brandschutt oder die Sicherstellung von seilunterstützter Höhenrettung (SRHT). Die Kranfahrer sind hochmotiviert und bereit, an diesen Einsätzen teilzunehmen. Ihre Schulung und kontinuierliche Weiterbildung sind elementar, um den rechtlichen Vorgaben zu entsprechen und die Sicherheitsstandards zu gewährleisten.
Ein umfangreiches Ausbildungsprogramm ist geplant, um sicherzustellen, dass alle Kranführer die notwendige Qualifikation erwerben. Dazu wird ein Kranführerschein benötigt, der für verschiedene Krantypen gültig ist, einschließlich Mobilkranen und Turmdrehkranen. Der Erwerb des Scheins umfasst theoretische und praktische Schulungen, bei denen unter anderem Sicherheitsaspekte, Lastenberechnung und Unfallverhütung behandelt werden. Die Ausbildung trägt nicht nur zur Sicherheit, sondern auch zur Effizienz der Hilfsorganisationen bei, wie die Feuerwehr-Akademie betont, die die Bedeutung von Kransystemen im Rahmen der Katastrophenhilfe hervorhebt.
Die nächsten Schritte
Für die Fachgruppe Kran/Rüst stehen nun der Aufbau von Ausbildungsstrukturen und regelmäßige Übungen auf der Agenda. Die Definition von Einsatzabläufen wird ebenfalls ein zentraler Punkt sein, um die Lage bei Einsätzen unter Kontrolle zu halten. Mit der Neukonzeption dieser Spezialeinheit wird auch die Zusammenarbeit über Stadtteilgrenzen hinweg angestrebt, was den Einsatz in Notfallsituationen erheblich verbessern kann. Die ersten Erfolge der Einheit sind bereits sichtbar, dank ihrer erfolgreichen Einsetzbarkeit bei verschiedenen Einsätzen, darunter Brandschäden und technische Hilfeleistungen.
Die Gründung der Fachgruppe stellt einen wichtigen Schritt für die Feuerwehr Hattersheim dar, um die Kran- und Rüsttechniken weiter zu professionalisieren und die Einsatzkräfte optimal auf die Herausforderungen der Zukunft vorzubereiten. Weitere Informationen zu den Kran-Ausbildungen und Sicherheitsstandards in diesem Bereich sind auch auf Feuerwehr-Akademie und BKF Network zu finden.


