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Am Freitag, den 15. März 2026, fand auf dem Times Square in New York eine Kundgebung zum Al-Quds-Tag statt. Mehrere hundert Demonstranten nahmen an der Veranstaltung teil und äußerten dabei lautstark antiisraelische und antiamerikanische Parolen. Plakate und Reden, die den „palästinensischen und iranischen Widerstand“ feierten, begleiteten die beleuchtete Kulisse des weltbekannten Platzes. Die Teilnehmer zeigten Solidarität mit der Hamas und der Hisbollah sowie Unterstützung für das iranische Regime, während sie Slogans riefen wie: „Wir unterstützen die Hamas hier“ und „Tod für Amerika, Tod für Israel“. Besonders pikant ist, dass die Hamas von den USA und der EU als Terrororganisation eingestuft wird. Auch frühere Anführer dieser Gruppen wurden von Rednern als „Märtyrer“ gewürdigt. Laut Apollo News wurden zudem die Islamischen Revolutionsgarden in den Sprechchören der Demonstranten unterstützt.

Der Al-Quds-Tag wurde 1979 von Ajatollah Ruhollah Chomeini ins Leben gerufen und findet am letzten Freitag des islamischen Fastenmonats Ramadan statt. Dieser Tag gilt als Protest gegen die israelische Besetzung von Ostjerusalem und die Existenz Israels. Chomeini erklärte ihn als Tag der internationalen muslimischen Solidarität mit den Palästinensern. Diese Veranstaltung zieht nicht nur im Iran, wo sie staatlich organisiert ist, Massendemonstrationen an, sondern wird auch in vielen anderen Ländern weltweit durchgeführt, darunter den USA, Deutschland, Großbritannien und Österreich. In Deutschland findet der Al-Quds-Tag seit den 1990er Jahren statt und ist oft von Diskussionen über Antisemitismus geprägt.

Proteste und Gegenproteste

Auf der gegenüberliegenden Straßenseite hatten sich pro-israelische Gegendemonstranten versammelt, die die Hauptdemonstranten als „Terroristen“ und „gehirngewaschen“ bezeichneten. Diese zivilgesellschaftliche Reaktion spiegelt die anhaltenden Spannungen wider, die mit dem Al-Quds-Tag verbunden sind. In Städten wie Frankfurt am Main, wo ebenfalls Al-Quds-Demonstrationen stattfanden, musste die Polizei eingreifen, um die Situation zu kontrollieren, nachdem antisemitische Parolen geäußert wurden. Hunderte Demonstranten zogen durch die Innenstadt Frankfurts, während Hunderte von Polizeibeamten zur Aufrechterhaltung der Ordnung bereitstanden.

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Auffällig war, dass auch in Frankfurt Kinder an den Aktionen teilnahmen, wobei eines von ihnen ein Plakat mit dem Bild von Ajatollah Ali Chamenei schwenkte. Während eine Rednerin am Mikrophon „Freiheit für Palästina“ forderte, äußerte Hussein H., ein Exil-Iraner, Bedenken über die Unterstützung des Regimes durch die demonstrierenden Massen. Die Polizei unterbrach die Versammlung und stellte Ermittlungen gegen einige Teilnehmer ein, nachdem antisemitische Äußerungen getätigt wurden.

Globale Perspektiven auf den Al-Quds-Tag

Dem Al-Quds-Tag liegen nicht nur friedliche Demonstrationen zugrunde; es gibt auch immer wieder Berichte über Gewalt und antisemitische Äußerungen im Rahmen dieser Proteste. Die Teilnehmerzahlen variieren stark: Während im Iran oftmals Hunderttausende teilnehmen, sind die Zahlen in Deutschland meist deutlich geringer. Allerdings sind die Gegendemonstrationen zunehmend wichtig geworden, um eine klare Haltung gegen Antisemitismus zu zeigen, was in vielen Städten der Fall ist. Diese dynamischen und teils konfliktreichen Zusammenkünfte verdeutlichen die tief sitzenden Spannungen im Zusammenhang mit dem Nahostkonflikt und die globale Dimension des Al-Quds-Tags.