Am Abend des 21. März 2026 ereignete sich auf der Feldkirchner Straße in Klagenfurt ein schwerer Verkehrsunfall, bei dem ein 84-jähriger Autofahrer aus Klagenfurt verletzt wurde. Der Vorfall geschah gegen 20:20 Uhr, als plötzlich ein Hase die Fahrbahn überquerte, was den Fahrer dazu brachte, das Fahrzeug zu verrissen. In der Folge prallte das Auto gegen ein Verkehrszeichen und beschädigte darüber hinaus drei Bäume, bevor es schließlich an einem Abhang zwischen zwei Bäumen zum Stehen kam. Eine Erstversorgung wurde durch den Rettungsdienst durchgeführt und der Fahrer wurde mit Verletzungen ins LKH Klagenfurt transportiert, wie Klick Kärnten berichtet.

Der Zusammenstoß mit einem Wildtier, wie in diesem Fall ein Hase, fällt unter die Kategorie Wildunfall. In Deutschland werden jährlich mehr als 276.000 solche Unfälle registriert, wie das GDV zeigt, und ein Hasenunfall zählt zu den häufigsten Wildunfällen, da Hasen zu den Haarwildarten gehören. Autofahrer sind nach einem Zusammenstoß mit einem Wildtier rechtlich verpflichtet, bestimmte Verhaltensregeln zu befolgen, einschließlich des Anhaltens, Einschaltens der Warnblinkanlage und, wenn notwendig, das Absichern der Unfallstelle. Es ist ratsam, die Polizei zu verständigen, um etwaige rechtliche Konsequenzen zu klären, auch wenn keine Meldepflicht besteht. Viele Versicherungen verlangen eine Wildunfallbescheinigung, die bei der Polizei oder dem zuständigen Jäger erhältlich ist, wie Bussgeldkatalog erläutert.

Werbung
Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

Verhalten nach einem Wildunfall

Nach einem Wildunfall sollten Fahrer eine Reihe von Schritten befolgen. Dazu gehört das Anhalten, das Einschalten der Warnblinkanlage und das Anlegen einer Warnweste. Die Unfallstelle sollte abgesichert und die Polizei unter der Notrufnummer 110 verständigt werden. Es ist wichtig, nach einem Zusammenstoß mit einem Tier am Unfallort zu verbleiben und auf die Polizei zu warten, um mögliche Schwierigkeiten zu vermeiden. Schäden an Fahrzeugen durch Wildunfälle sind in der Regel über die Teilkaskoversicherung abgedeckt, während die Vollkaskoversicherung in Fällen ohne Wildschadenbescheinigung zur Regulierung herangezogen werden kann, was jedoch oft zu einer Rückstufung in der Schadenfreiheitsklasse führt, so ADAC.

In-article Werbung
In-article Werbung

Die Unfallgefahr mit Wildtieren ist insbesondere in den Abend- und frühen Morgenstunden erhöht. Fahrer sollten daher besonders vorsichtig auf Strecken in Waldgebieten und an Feldrändern sein. Wenn ein Tier am Straßenrand gesichtet wird, ist es ratsam, die Geschwindigkeit zu reduzieren, bremsbereit zu sein und gegebenenfalls zu hupen. Höchste Vorsicht ist geboten, denn ein Bremsmanöver zur Vermeidung eines Wildunfalls kann unter Umständen zu einer Teilschuld bei einem späteren Auffahrunfall führen, wie ein Urteil des Amtsgerichts München zeigt, was die Komplexität solcher Situationen verdeutlicht.

In der Diskussion um Wildunfälle zeigt sich, dass möglicherweise neue Technologien, wie optimierte Notbremsassistenten, die speziell auf die Erkennung von Wildtieren ausgelegt sind, einen zusätzlichen Schutz bieten könnten. Momentan unterstützen diese Systeme zwar die Bremsung, verhindern jedoch nicht immer einen Aufprall.