Hamas übergibt Leichname: Rätsel um gelebte Geiseln bleibt ungelöst!
Hamas übergibt erneut Leichname an das Rote Kreuz. Gibt es echte Geiseln? Israel kritisiert Falschangaben. Aktualisierungen zum Konflikt.

Hamas übergibt Leichname: Rätsel um gelebte Geiseln bleibt ungelöst!
Die Hamas hat erneut sterbliche Überreste an das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) übergeben. Laut Angaben der israelischen Armee wurden im Gazastreifen am Freitagabend drei Särge übergeben, die nun an die israelischen Truppen weitergeleitet werden. Hamas behauptet, dass es sich um die Leichen von drei Geiseln handelt, ist jedoch nicht unbestritten, da vergangene Überführungen häufig nicht die tatsächlich vermissten Personen beinhalteten. Kleine Zeitung berichtet, dass sich vor der aktuellen Übergabe noch die sterblichen Überreste von elf weiteren Geiseln im Gazastreifen befinden.
Bereits am Donnerstag hatte Hamas zwei Leichname übergeben, die korrekterweise als die der beiden Israelis Amiram Cooper und Sahar Baruch identifiziert wurden. Dennoch gab es zwischen den beiden Übertragungen Berichte, wonach die israelische Armee forensische Untersuchungen gezeigt haben, dass die sterblichen Überreste von drei Personen nicht die vermissten Geiseln sind, was die Glaubwürdigkeit von Hamas weiter untergräbt. In der Vergangenheit wurden auch statt Geiseln palästinensische Leichen übergeben, was ebenfalls Anlass zur Skepsis gab. Laut der israelischen Armee sind die Überführungen langsamer als im Gaza-Friedensplan von US-Präsident Donald Trump vereinbart. Tagesschau nennt die von Hamas angegebene Begründung, dass die Toten unter Trümmern verschüttet seien, als wenig glaubwürdig.
Geiselnahmen als Kriegsverbrechen
Die Geiselnahme und der Austausch von Leichname durch die Hamas stehen im Kontext schwerer humanitärer und völkerrechtlicher Vorwürfe. Laut Human Rights Watch sind Geiselnahmen durch Hamas und den Islamischen Dschihad als Kriegsverbrechen einzustufen. Es wird gefordert, dass die Organisationen unverzüglich und bedingungslos alle zivilen Geiseln freilassen. Am 19. Oktober berichteten israelische Behörden von mindestens 203 Geiseln, die sich in der Gewalt der Hamas befinden. Das Spektrum der Geiseln reicht von Männern, Frauen und Kindern bis hin zu Doppelstaatsbürgern und ausländischen Staatsangehörigen. Human Rights Watch hat die internationale Gemeinschaft dazu aufgerufen, auf Hamas Druck auszuüben, um die Geiseln freizulassen.
Die Geiseln wurden am 7. Oktober 2023 während eines Angriffs von palästinensischen Kämpfern während eines Musikfestivals genommen, bei dem über 1.400 Menschen getötet wurden. Unbestätigten Berichten zufolge sollen seit diesem Zeitpunkt bei israelischen Luftangriffen in Gaza mindestens 22 Geiseln getötet worden sein. Der bewaffnete Arm der Hamas gab an, etwa 200 Geiseln zu halten, während der Islamische Dschihad die Zahl der in seiner Gewalt befindlichen Geiseln auf 30 beziffert. Nur wenige werden als lebendig vermutet, was die Besorgnis über den Gesundheitszustand der zivilen Geiseln verstärkt.
In diesem komplexen und tragischen Szenario bleibt die internationale Gemeinschaft wachsam, während die durch die Konflikte betroffenen Zivilisten und ihre Familien weiter unter unsäglichem Leid und Ungewissheit leiden.