Am 25. Februar 2026 verstarb der österreichische Gesundheits-Experte Hademar Bankhofer im Alter von 85 Jahren. Bankhofer, bekannt für seine regelmäßigen Gesundheitstipps in Radio Kärnten und Radio Wien, galt als prägende Figur in der Medizinjournalistik. Er hinterlässt nicht nur ein umfangreiches Werk, sondern auch zahlreiche Menschen, die durch seine Ratschläge zur Gesundheit inspiriert wurden. Der Gesundheitsprofi starb friedlich, während er die Hand seiner Frau hielt.

Bankhofer wurde am 13. Mai 1941 in Klosterneuburg geboren und studierte an der Universität Wien diverse Fächer, darunter Jus, Publizistik, Philosophie und Germanistik, allerdings ohne Abschluss. Seine journalistische Karriere begann früh, als er als Reporter und stellvertretender Chefredakteur für verschiedene Zeitungen arbeitete. Die eigentliche Bekanntheit erlangte er durch seine Tätigkeiten im Radio und Fernsehen, wo er als „Mr. Gesundheit“ zahlreiche Gesundheitsformate moderierte.

Medienpräsenz und Kontroversen

Ab 2006 präsentierte er auf dem ORF-Spartenkanal TW1 die Sendung „Die gesunde halbe Stunde“. Darüber hinaus war er in Programmen wie „Wohlfühlen leicht gemacht“ auf Radio Wien sowie im Fernsehmagazin „Gut geht’s“ zu sehen. Seine Bücher, wie „Hexenschuß und Heiserkeit“ und „Dicke essen zu viel“, fanden ebenfalls großen Anklang. Trotz seiner Popularität war Bankhofer nicht unumstritten; immer wieder gab es Diskussionen über seine Umgangsweise mit wissenschaftlichen Studien. Insbesondere nach einem Skandal um die Klosterfrau Healthcare Group wurde sein Präsentationsstil von Kritikern infrage gestellt, und es kam zu Kündigungen von Verträgen wegen Verdachts auf Schleichwerbung für Pharmaprodukte.

Sein Sohn, Hademar Harald Bankhofer jr., beschreibt ihn als ein Vorbild in Güte, Bescheidenheit, Freundlichkeit und Großzügigkeit. Trotz der Kontroversen war Bankhofer eine wichtige Stimme für viele Menschen, die seine Tipps zur Gesundheitsförderung schätzten.

Gesundheitskommunikation im digitalen Zeitalter

In der aktuellen Diskussion um die Rolle von Gesundheitsexperten wird auch die Bedeutung sozialer Medien hervorgehoben. Forscher, darunter Kristin Leismann und Prof. Dr. Jasmin Godemann, untersuchten, wie Nutzer zwischen 18 und 49 Jahren soziale Medien für ernährungsbezogene Informationen nutzen. Ihre Studie zeigt, dass junge Menschen vor allem über Plattformen wie YouTube, Facebook und Instagram nach konkreten Lebensmittelinformationen und Kochrezepten suchen. Dieses informelle Informationsverhalten hat das Potenzial, die traditionelle Gesundheitskommunikation erheblich zu verändern, wie auch Bankhofers Karriere zeigt, die stark von den Medien geprägt war.

Befragungen zeigen, dass Fachorganisationen häufiger als Informationsquelle genannt werden als Influencer. Dies stellt ein interessantes Spannungsfeld dar, wenn man die klassischen Nachrichtenmedien und deren Einfluss auf das Gesundheitswissen betrachtet. Diese Veränderungen in der Informationsaufnahme könnten zukünftige Gesundheitsberater vor neue Herausforderungen stellen, insbesondere im Hinblick auf die Wissenschaftlichkeit der Informationen, die über soziale Medien verbreitet werden.

Hademar Bankhofer wird in den kommenden Jahren für viele als eine der Stimmen in Erinnerung bleiben, die den Menschen grundlegende gesundheitliche Kenntnisse vermittelt haben. Sein Beitrag zur Gesundheitskommunikation und sein Engagement für ein gesundes Leben werden als wertvoll angesehen. Sein Lebenswerk und die Debatten, die seine Person umgeben, werden weiterhin Einfluss auf das Verständnis von Gesundheit und Ernährung in der Gesellschaft haben.

Für detailliertere Informationen über Bankhofers Leben und Karriere können Sie 5min.at, Wikipedia und bzfe.de besuchen.