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Am 15. März 2026 eröffnet die Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner die Jubiläumsausstellung „museum gugging.! 20 Jahre kUNSt“ im renommierten museum gugging. Diese Ausstellung ist Teil einer Feier, die bis zum 17. Januar 2027 dauert und einen Rückblick auf die Entwicklung des Museums als bedeutendes Zentrum für Art Brut bietet. Mikl-Leitner beschreibt Gugging als „Ort der Kreativität, Offenheit und künstlerischen Freiheit“ und würdigt die Inklusion und Sichtbarkeit von Künstlern, die oft übersehen werden.

Die Geschichte von Gugging reicht bis in die 1950er-Jahre zurück, als Leo Navratil den künstlerischen Wert der Zeichnungen seiner Patienten erkannte. Johann Feilacher, der über zwei Jahrzehnte die Leitung des Instituts innehatte, spielte eine zentrale Rolle in der Entwicklung Gugging als ein internationales Art-Brut-Zentrum. Heute wird die künstlerische Leitung von Nina Katschnig und Nina Ansperger verantwortet, die einen inklusiven Ansatz in der Ausstellungsgestaltung verfolgen.

Vielfältige Kunstwerke

Die Jubiläumsausstellung zeigt rund 280 Werke von 20 Künstlerinnen und Künstlern in sechs unterschiedlichen Themenfeldern. Die Landeshauptfrau hebt hervor, dass dieses Jubiläum den Erfolg einer klaren kulturpolitischen Haltung des Landes Niederösterreich widerspiegelt. Die Eröffnung fand mit dem Zutun zahlreicher prominenter Gäste aus Kunst, Kultur, Wirtschaft und Politik statt.

Besonders erwähnenswert ist der neue Ausstellungsraum „guggkasten“, der von Cartoonist Tex Rubinowitz gestaltet wird. In seiner ersten Präsentation können Besucher bis zum 14. Juni 2026 die Ausstellung „im guggkasten.! tex rubinowitz: stickstoff“ erleben. Rubinowitz nutzt alte Stoffteile und verleiht diesen durch seine bestickten Sätze und Sprüche eine neue künstlerische Dimension.

Internationale Anerkennung und Förderung

Die galerie gugging hat sich über die Jahre als international signifikantes Zentrum für Art Brut etabliert. Seit 30 Jahren werden hier die Werke der Gugginger Künstler*innen ausgestellt, und seit 2009 auch solche von internationalen Künstlerkolleg*innen. Ziel der Galerie ist es, das sichtbare Schaffen der Künstler zu fördern und unbekannte Talente zu unterstützen. Besonders bemerkenswert ist, dass die Gugginger Künstler die Besitzer der Galerie sind, deren Finanzierung sich durch den Verkauf von Kunstwerken und Sponsoren sichergestellt wird.

Die Werke dieser Künstler sind nicht nur in Österreich, sondern auch in bedeutenden Museen und privaten Sammlungen weltweit vertreten, dazu gehören Institutionen wie das MoMA in New York, Museen in Paris, Wien, Berlin und Tokio. Zudem sind zahlreiche prominente Künstler wie David Bowie und Arnulf Rainer von den Gugginger Künstlern inspiriert worden.

Diese Entwicklungen und die Präsentation der Werke verdeutlichen, wie Kunst als Medium der Inklusion und Akzeptanz wirkt, wie auch in dem Artikel über die Kunstszene und die Themen Ausgrenzung und Akzeptanz angesprochen wird.

Schließlich danken die Verantwortlichen des Museums, insbesondere Standortleiterin Magdalena Svoboda, den Leihgebenden und Mitarbeitenden, die zum Gelingen der Ausstellung beigetragen haben.