Am 20. März 2026 fand in Feldkirchen eine groß angelegte Übung der ÖBB 2026 statt, an der rund 300 Einsatzkräfte teilnahmen. Diese intensive Übung wurde von der Feuerwehr Feldkirchen organisiert und bot Feuerwehrkameradinnen und -kameraden die Möglichkeit, ihre Fähigkeiten in realistischen Szenarien zu erproben.
Zu den Beteiligten zählten nicht nur Anwärter der Feuerwehr, sondern auch die Feuerwehrjugend sowie Rettungsdienste wie die Johanniter aus Patergassen und der Samariterbund aus Villach. Zudem wurde eine Feuerwehrdrohne aus Poitschach eingesetzt. Insgesamt waren 18 Feuerwehren aus dem Bezirk Feldkirchen sowie je eine Feuerwehr aus den benachbarten Bezirken St. Veit und Villach-Land an der Übung beteiligt.
Realistische Übungsszenarien
Die Übung umfasste vier realitätsnahe Szenarien, die speziell darauf ausgelegt waren, die Einsatzkräfte auf verschiedene Notfälle optimal vorzubereiten:
- Ein schwerer Verkehrsunfall im Gleisbereich mit eingeschlossenen Personen.
- Ein stark verrauchter Personenwagen, bei dem der Fokus auf eine schnelle Evakuierung gelegt wurde.
- Eine Übung mit einem Kesselwagen, aus dem gefährliche Stoffe ausgetreten waren.
- Die patientengerechte Rettung aus einem Führerhaus, wobei moderne Technik wie MRAS und eine Drehleiter zum Einsatz kamen.
Der Schwerpunkt lag auf der Menschenrettung sowie der Absturzsicherung. Diese Übungen sind Teil eines langfristigen Konzeptes, das seit 2004 besteht, um realistische Schulungen für Einsatzkräfte unter echten Einsatzbedingungen zu ermöglichen. Das Engagement von ehrenamtlichen Feuerwehrleuten gestattet es, intensive und qualitativ hochwertige Trainings durchzuführen, die auf die Herausforderungen bei echten Einsätzen vorbereiten.
Bedeutung des Realismus im Training
Die Wichtigkeit realistischer und intensiver Übungsszenarien wird nicht nur von den Organisatoren der Übung betont, sondern auch von Fachleuten aus dem Bereich der Einsatztrainings. Diese Szenarien ermöglichen es den Einsatzkräften, unter Druck zu agieren und Entscheidungen zu treffen, die in späteren realen Einsätzen lebenswichtig sein können. Techniken aus Spezialeffekten werden hierbei genutzt, um ein authentisches Stresserlebnis zu schaffen, das in einer geschützten Umgebung erlebt werden kann.
Durch die Unterstützung von Fachkräften, die praxisnahe Tipps geben und die taktische Vorgehensweise optimieren, wird die Qualität der Trainings zusätzlich gesteigert. Die Trainer bringen oftmals Erfahrungen aus realen Einsätzen mit, was den Austausch von Wissen und Fertigkeiten fördert.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Veranstaltung in Feldkirchen nicht nur eine bedeutende Schulungsmaßnahme war, sondern auch ein Beispiel für die enge Zusammenarbeit der verschiedenen Einsatzorganisationen. Die regelmäßige Durchführung solcher Übungen stellt sicher, dass die Einsatzkräfte bestmöglich auf den Ernstfall vorbereitet sind.

