Am 25. Februar 2026 brach in einem Einfamilienhaus in Neukirch an der Thur ein Brand aus. Die Alarmierung der Kantonalen Notrufzentrale erfolgte kurz nach 15 Uhr. Der Brandort befindet sich in Mühletobel, wo beim Eintreffen der Einsatzkräfte mindestens ein Zimmer bereits in Vollbrand stand. Glücklicherweise konnten sich zwei Personen im Haus selbstständig ins Freie retten, und es gab keine Verletzten.

Die Feuerwehren Sulgen-Kradolf-Schönenberg, Sitter-Thur und Weinfelden waren schnell vor Ort, um die Löschmaßnahmen einzuleiten. Unterstützt wurden die Einsatzkräfte von einem Funktionär des Amtes für Umwelt. Der Sachschaden ist beträchtlich und beläuft sich auf mehrere zehntausend Franken. Eine genaue Untersuchung zur Brandursache wird vom Brandermittlungsdienst der Kantonspolizei Thurgau durchgeführt.

Häufige Brandursachen

Um mögliche Ursachen für derartige Vorfälle besser zu verstehen, lohnt sich ein Blick auf die häufigsten Brandursachen, wie sie von der Brandschutz-Zentrale dargestellt werden. Untersuchungen zeigen, dass im Jahr 2021 bei jedem fünften Brand keine klare Ursache gefunden werden konnte. Die häufigsten Brandursachen sind:

  • Elektrizität: 32% der Brände, oft verursacht durch Überhitzung von Mehrfachsteckdosen oder defekten Geräten.
  • Menschliches Fehlverhalten: 21% der Brände, die durch Unaufmerksamkeit wie vergessene Zigaretten oder brennende Kerzen ausgelöst werden.
  • Überhitzung: 10%, beispielsweise durch Materialien auf heißen Herdplatten.
  • Brandstiftung: Trotz sinkender Zahlen bleibt Brandstiftung eine bedeutende Ursache mit hohen finanziellen Schäden.
  • Feuergefährliche Arbeiten: Tätigkeiten wie Schweißen oder Löten, die sowohl im privaten als auch im betrieblichen Kontext durchgeführt werden.

Brandstatistik und Prävention

Die Wichtigkeit der Brandverhütung und -statistik wird auch durch die vfdb-Brandschadenstatistik untermauert, die eine zentrale Sammlung von Daten zu Gebäudebränden in Deutschland darstellt. Diese Statistik, die über 5.000 Einsätze von 2013 bis 2017 erfasst hat, zeigt, dass Küchen der häufigste Ort für Brände sind, verantwortlich für 27% der Brandentstehungen. Fast die Hälfte aller Brände in Wohngebäuden ereignet sich in diesen Bereichen.

Es ist bekannt, dass 83% der Gebäudebrände bis zum zweiten Obergeschoss auftreten. Darüber hinaus ist es alarmierend, dass Brände, die zwischen 23 Uhr und 4 Uhr geschehen, oft schwerere Schäden verursachen, auch wenn sie seltener vorkommen. Die vfdb ermutigt Feuerwehren zur aktiven Teilnahme an der Datenerfassung, um ein besseres Verständnis für Brandrisiken zu entwickeln und präventive Maßnahmen zu leisten.

Die Vorfälle in Neukirch an der Thur verdeutlichen die Notwendigkeit eines verstärkten Bewusstseins über Brandverhütung und die Verantwortung, die jeder Einzelne für seine Umgebung trägt. Durch präventive Maßnahmen und das Verständnis für die häufigsten Brandursachen kann das Risiko von Brandentstehungen erheblich vermindert werden.