Am Mittwoch, dem 25. Februar 2026, ereignete sich in Bad Segeberg, Deutschland, ein Gasaustritt, der durch die Beschädigung einer Gasleitung während Abbrucharbeiten mit einem Mobilbagger verursacht wurde. Um 13:18 Uhr wurde die Freiwillige Feuerwehr Bad Segeberg sowie die Feuerwehr Stipsdorf und Klein Gladebrügge alarmiert, um technische Hilfe zu leisten. Der Einsatz wurde unter dem Stichwort „THGAS – Technische Hilfeleistung, Gasaustritt“ gestartet. Die alarmierten Einsatzkräfte umfassten auch Rettungswagen und die Polizei.

Die Lage vor Ort stellte sich als brenzlig heraus, als Gase mit kontrolliertem Flammenbild ausströmten. Unter der Leitung des stellvertretenden Gemeindewehrführers, Christian Götze, wurden sofortige Maßnahmen eingeleitet. Dazu zählte die Evakuierung umliegender Wohngebäude durch die Polizei und die Vollsperrung der Rosenstraße in Höhe der Efeustraße und Burgfeldstraße für Fahrzeuge und Fußgänger.

Einsatzmaßnahmen und Sicherheit

Feuerwehrtrupps aus Bad Segeberg und Stipsdorf führten eine Riegelstellung mit zwei C-Rohren durch. Außerdem wurden umfangreiche Mess- und Kontrollmaßnahmen getroffen, um die Gefährdung durch das austretende Gas zu analysieren. Besonders kritisch war die starke Hitzeentwicklung, die eine Flammenhöhe von 5 bis 7 Metern erreichte. Um angrenzende Objekte zu schützen, insbesondere eine Hecke, wurde diese gezielt gekühlt.

Die Feuerwehr aus Klein Gladebrügge wurde im weiteren Verlauf des Einsatzes entlassen, während der Bauhof zusätzliche Absperrbarken aufstellte. Gegen 15:30 Uhr traf ein Bautrupp ein, um die Gasleitung am Übergabepunkt mit einem Minibagger freizulegen. Der gesamte Einsatz konnte um 16:00 Uhr abgeschlossen werden, ohne dass es zu Verletzten kam.

Hintergrundinformationen zu Erdgas

Erdgas, das bei diesem Vorfall betroffen war, hat in den vergangenen Jahren als Heizmedium in Haushalten zunehmend an Bedeutung gewonnen. Es handelt sich um ein farbloses, ungiftiges und geruchloses Gas, dem ein Warngeruch beigefügt wurde, der an faule Eier erinnert. Der Hauptbestandteil von Erdgas ist Methan. Die Zündtemperatur beträgt etwa 640 °C, während der Zündbereich zwischen 4 und 16 Vol.-% in der Luft liegt.

Die Transportleitungen für Erdgas sind aus Stahl und können mit Hochdruck bis zu 80 bar betrieben werden. Für den sicheren Betrieb sind verschiedene Druckregelanlagen und Absperreinrichtungen notwendig, die den sicheren Einsatz des Gases gewährleisten. Im Falle eines Gasaustritts müssen umgehend Feuerwehr und Gasversorgungsunternehmen informiert werden. Dabei sind spezifische Maßnahmen zu beachten, die je nach Art des Gasaustritts variieren, wie der Umgang mit brennendem oder nicht brennendem Gas.

Zum Thema Sicherheit und Handhabung bei Gasaustritten kann weitere Information auf den Webseiten des Deutschen Feuerwehrverbandes gefunden werden. Zusätzliche broschüren sind unter WVgW erhältlich.