Am 17. März 2026, um 10:29 Uhr, erhielt die Freiwillige Feuerwehr Strass Alarm wegen eines Brandes in einem landwirtschaftlichen Wirtschaftsgebäude in Strass im Zillertal, Tirol. Bei Eintreffen der ersten Einsatzkräfte war das Gebäude bereits in Vollbrand. Der Kommandant-Stellvertreter Benjamin Korin führte den Einsatz, der eine umfangreiche Nachalarmierung erforderte. Insgesamt waren neun Feuerwehren aus der Region und eine Feuerwehr aus dem Nachbarbezirk Kufstein beteiligt.
Die ersten Reaktionen der Feuerwehr verhinderten, dass die Flammen auf ein angrenzendes Wohnhaus übergriffen. Um diese Gefahr abzuwenden, verlegten die Einsatzkräfte vier B-Zubringerleitungen vom Gießen in Richtung Brandobjekt und führten den Löschangriff unter schwerem Atemschutz von mehreren Seiten durch. Trotz der intensiven Bemühungen konnte das Wirtschaftsgebäude vollständig zerstört werden, und der Stall stürzte während des Einsatzes ein.
Rettungsmaßnahmen und Verluste
Die Feuerwehren, die insgesamt 158 Kräfte und 25 Fahrzeuge mobilisierten, waren während des gesamten Einsatzes unermüdlich. Dazu zählten unter anderem die Feuerwehr Strass, Schlitters, Wiesing, Jenbach mit Hubrettungsgerät, BTF LLA Rotholz, Feuerwehr Bruck, Feuerwehr Fügen mit Drehleiter, Feuerwehr Schwaz mit Abrollbehälter Atemschutz und die Feuerwehr St. Gertraudi aus dem Bezirk Kufstein. Auch der Rettungsdienst war mit sieben Kräften sowie die Polizei mit zehn Kräften vor Ort.
Die Rettungsmaßnahmen hatten weitreichende Auswirkungen: Ein Großteil der Tiere, unter denen sich Rinder und Hühner befanden, konnte gerettet und in Sicherheit gebracht werden. Allerdings verendeten einige Tiere; die genaue Anzahl der Verluste bleibt unklar. Die Feuerwehr gab an, es handele sich lediglich um einzelne Tiere. Vier Personen vor Ort mussten wegen Verdachts auf Rauchgasvergiftung untersucht werden, konnten jedoch ohne weitere Komplikationen entlassen werden.
Brandursache und Prävention
Die Brandursache ist zum jetzigen Zeitpunkt noch unklar. In der Landwirtschaft sind elektrische Installationen eine der häufigsten Brandursachen, was durch Statistiken belegt wird: 21,9% der gesamten Schadenssumme in der Landwirtschaft werden durch Elektrizität verursacht. Mängel an elektrischen Installationen sind für 6,0% aller Brände verantwortlich. Dazu zählen veraltete Leitungen, fehlerhafte Anschlussstellen und überlastete Stromkreise. Diese Aspekte sollten unbedingt von Fachleuten überprüft werden, um derartige Vorfälle zu verhindern.
Die Nachlöscharbeiten dauerten mehrere Stunden, wobei Bagger und Greifer zum Einsatz kamen, um das Brandmaterial zu sichern. Auch mehrere Kilometer Schlauchleitungen mussten verlegt werden, um die Löscharbeiten zu unterstützen. Experten empfehlen, Gebäude mit Fehlerlichtbogen-Schutzeinrichtungen auszustatten, um das Risiko von Bränden durch elektrische Installationen zu minimieren.
Insgesamt bewältigten die Feuerwehren unter Einsatz von gemeinschaftlicher Anstrengung und koordinierter Unterstützung die Herausforderungen, die der massive Brand mit sich brachte. Die genaue Brandursache wird derzeit weiter untersucht.
Für weitere Informationen zu den Gründen von Brandentstehungen in der Landwirtschaft und zur Brandprävention lesen Sie bfb-cipi.ch und krone.at. Für Details zum Einsatzverlauf besuchen Sie fireworld.at.

