In den frühen Morgenstunden des 15. Februar 2026 wurde die Feuerwehr zu einem Großbrand in Ried im Zillertal, Tirol, alarmiert. Bereits beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte um circa 03:30 Uhr stand ein Wohnhaus in Vollbrand, und die Flammen griffen auch auf ein angrenzendes Gebäude über. Glücklicherweise gab es keine Verletzten zu beklagen, was die Situation inmitten des Chaos etwas entlastete. Der Innenangriff war aufgrund der enormen Hitze und erheblichen Gebäudeschäden jedoch nicht möglich, sodass die Brandbekämpfung ausschließlich von außen erfolgte.

Dank der effektiven Zusammenarbeit von insgesamt acht Freiwilligen Feuerwehren konnte eine weitere Ausbreitung des Feuers verhindert werden. Die Löschwasserversorgung wurde durch das örtliche Hydrantennetz sowie einen nahen Bach sichergestellt, und die Wasserförderung zur Einsatzstelle wurde mit Tragkraftspritzen durchgeführt. Die Feuerwehren, die im Einsatz waren, umfassten unter anderem die Freiwilligen Feuerwehren Ried im Zillertal, Kaltenbach und Fügen. Auch das Rote Kreuz Schwaz war vor Ort, um im Bedarfsfall Unterstützung zu leisten.

Koordination und Einsatzleitung

Die Einsatzleitung oblag Bezirks-Feuerwehrkommandant Hansjörg Eberharter sowie seinen Stellvertretern Herbert Eibl und Abschnittskommandant Reinhard Haun. Ihr koordinierter Einsatz trug maßgeblich dazu bei, dass der Brand nicht auf weitere Nachbargebäude übergriff. Laut dem Bezirks-Feuerwehrverband Schwaz gilt ein besonderer Dank allen eingesetzten Kräften, die unter schwierigen Bedingungen zusammenarbeiteten und die Nachlöscharbeiten zur Bekämpfung von verbleibenden Glutnestern fortsetzten.

Obwohl die genaue Schadenshöhe noch nicht feststeht, berichtete der ORF Tirol von mehreren beschädigten Häusern in der Umgebung. Auch die Ursachen für die Brände sind derzeit unklar. Solche Brände sind nicht nur in Tirol eine ernstzunehmende Gefahr. Laut Feuertrutz sind Küchen mit 27 % der Brandentstehungen der häufigste Ort für Gebäudebrände, während im Zeitraum zwischen 23 Uhr und 4 Uhr ein höheres Schadenausmaß registriert wird.

Diese Vorfälle zeigen einmal mehr die Herausforderungen, vor denen die Feuerwehren stehen. Die moderne vfdb-Brandschadenstatistik bietet wertvolle Einblicke und Daten, die zur Risikobewertung und Verbesserung des Brandschutzes unerlässlich sind. In Anbetracht der Gefahren, die Brände darstellen, wird die Aufzeichnung von Einsatz- und Schadensdaten immer wichtiger für die Planung und Prävention künftiger Einsätze.