In der Kalenderwoche 5 des Jahres 2026 verzeichnete Österreich einen Anstieg der Arbeitsunfähigkeitsfälle, die auf grippale Infekte und andere Atemwegserkrankungen zurückzuführen sind. Insgesamt kamen 271.124 Arbeitsunfähigkeitsfälle zustande, was im Vergleich zur Vorwoche, in der rund 260.000 Fälle registriert wurden, einen leichten Anstieg darstellt. Die Zahl der grippalen Infekte stieg in derselben Woche auf 74.457, was eine positive Entwicklung im Vergleich zum Vorjahr darstellt, als über 115.000 grippale Infekte verzeichnet wurden. ÖGK-Chefarzt Andreas Krauter wies darauf hin, dass grippale Infekte in der Regel harmlos verlaufen, während echte Influenza schwerer verlaufen kann. In der aktuellen Woche wurden zudem 872 Covid-Fälle gezählt, die Zahl zeigt weiterhin einen Abwärtstrend, insbesondere seit dem Wegfall der Meldepflicht.

Ein kurzer Blick auf die vorangegangene Woche, die Kalenderwoche 4, verdeutlicht die epidemiologische Lage in Österreich. Es wurde ein moderater Anstieg bei den Arztbesuchen und Hospitalisierungen aufgrund akuter Atemwegserkrankungen (ARE) beobachtet. In dieser Woche fluktuierte die ARE-Aktivität auf einem moderaten Niveau. Die Grippewelle wurde bereits in der 48. Kalenderwoche 2025 in Gang gesetzt, wobei in der Folge überwiegend Influenza A(H3N2)-Viren nachgewiesen wurden, während A(H1N1)pdm09 seltener vorkam. Dies belegt der umfassende Bericht des RKI über akute respiratorische Erkrankungen.

Epidemiologische Lage und Virenaktivität

Der Anstieg der RSV-Aktivität ist seit einigen Wochen zu verzeichnen und beeinflusst ebenfalls die epidemiologische Situation. Laut dem RKI sind sowohl Influenzaerkrankungen als auch RSV-Infektionen in der Bevölkerung zu beobachten, was alle Altersgruppen betrifft. Die Mehrheit der identifizierten respiratorischen Viren in Österreich ist Influenza A, wobei in der letzten Woche 59% der zirkulierenden Viren zu diesem Typ gehörten, gefolgt von 11% humanen saisonalen Coronaviren. Die Daten weisen darauf hin, dass in der virologischen Überwachung des Nationalen Referenzzentrums für Influenzaviren ein moderater Rückgang der schweren akuten respiratorischen Infektionen zu verzeichnen ist.

In der virologischen Surveillance wurden in 125 von 150 Proben respiratorische Viren identifiziert. Von den nachgewiesenen Influenza-Viren waren 66 A(H3N2) und 23 A(H1N1)pdm09. Ein bemerkenswerter Aspekt ist, dass im stationären Bereich der Rückgang bei den schweren akuten respiratorischen Infektionen zu beobachten ist, was auf eine gewisse Stabilität in der aktuellen Infektionslage hinweist.

Aktuelle Situation in Europa und den USA

Die aktuelle Influenza-Situation zeigt, dass der erste Gipfel der Grippewelle um Neujahr erreicht wurde. In Europa wurde der Höhepunkt der Influenza A Aktivität offenbar überschritten, dennoch bleibt das Infektionsgeschehen auf einem starken Niveau. Ein ähnliches Muster zeigt sich in den USA, wo in der Woche 52 der erste Höhepunkt der Erkrankungen registriert wurde. Inspiriert von den aktuellen Daten des Zentrums für Virologie der Medizinischen Universität Wien, wird die Schätzung der Inzidenz an Influenza-ähnlichen Erkrankungen wöchentlich durch die AGES vorgenommen.

Zusammenfassend zeigt sich ein komplexes Bild der aktuellen gesundheitlichen Lage in Österreich, wo neben einem Anstieg der grippalen Infekte auch RSV aktiv ist. Die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Institutionen ist entscheidend, um die Breite und Schwere der Atemwegserkrankungen zu überwachen und zu analysieren.