Ein massiver Wintereinbruch hat am Münchner Flughafen chaotische Zustände verursacht, die hunderte Passagiere über Nacht in ihren Flugzeugen gefangen hielten. Rund 500 Reisende mussten in dieser unangenehmen Situation ausharren, darunter auch eine 31-jährige Grazerin, die von einem zehnstündigen Langstreckenflug aus Südafrika kam. Laut Krone saß die Grazerin im Air-Dolomiti-Flieger, als ihr Flug nach Graz, der pünktlich um 21:30 Uhr starten sollte, von der schneebedingten Dauerwarteschlange betroffen war.
Der Vorfall ereignete sich in der Nacht von Donnerstag auf Freitag. Während die Grazerin und die anderen Passagiere auf eine Möglichkeit zur Weiterreise warteten, verschärften sich die Bedingungen am Flughafen durch anhaltende Schneefälle. Fünf Maschinen von Lufthansa und Air Dolomiti mussten mit Passagieren an Bord über mehrere Stunden auf dem Rollfeld ausharren, da die notwendigen Transportbusse fehlten und die Terminal-Parkplätze belegt waren. TZ berichtet, dass die Situation erst am Freitagmorgen entschärft werden konnte, als die Passagiere mit Bussen abgeholt werden konnten.
Reaktionen der Airlines und der Flughafenbehörden
Die Airlines mussten erkennen, dass das aggressive Wetter Überstunden bereitete. Lufthansa bestätigte, dass mehrere startbereite Maschinen aufgrund der extremen Wetterbedingungen keine Startfreigabe erhielten. Während die Crews der Airlines die Passagiere mit Essen und Getränken versorgten, bedauerte der Flughafen München die Vorkommnisse und verwies auf die bestehenden Notfallpläne. Die Umstände waren für die Reisenden jedoch schlichtweg unerträglich, da sie in den Maschinen bleiben mussten.
In Anbetracht der speziellen Umstände sind die Rechte von Passagieren bei solchen Flugausfällen und Verspätungen klar definiert. Laut Informationen von n-tv haben die Reisenden einen Anspruch auf Erstattung des Flugpreises oder eine Ersatzbeförderung zum frühestmöglichen Zeitpunkt, der auch bei Verspätungen ab fünf Stunden gilt. Zudem können Passagiere bei längeren Wartezeiten auf Betreuungsleistungen wie Mahlzeiten und zwei kostenlose Telefonate hoffen, abhängig von der Flugstrecke.
Besondere Aufmerksamkeit sollte jedoch darauf gerichtet werden, dass Airlines oft von Entschädigungszahlungen befreit werden, wenn die Verspätungen durch außergewöhnliche Umstände wie das Wetter verursacht wurden. Die aktuellen Ereignisse am Münchner Flughafen werfen ein Schlaglicht auf die Herausforderungen, mit denen Reisende bei unvorhersehbaren Wetterbedingungen konfrontiert sind.