Am 6. Februar 2026 erlebte die Food-Influencerin Emma Amit, 51 Jahre alt, tragischerweise ihren letzten Tag, nachdem sie eine giftige Krabbenart konsumiert hatte. Amit, bekannt für ihre Kochvideos auf Instagram, die etwa 200.000 Follower anlockten, war in der Mangrove-Region von Palawan, wo sie am 4. Februar ein Video postete. In diesem sammelte sie Muscheln, Schnecken und eine auffällig gefärbte Krabbe, die schließlich zusammen mit anderen Meeresfrüchten in Kokosmilch zubereitet wurde. Wenig später begannen die Symptome einer schweren Vergiftung.
Nur wenige Stunden nach dem Verzehr der Meeresfrüchte fühlte sich Amit unwohl und zeigte Anzeichen einer starken Vergiftung. Am nächsten Tag verlor sie das Bewusstsein und wurde ins Krankenhaus eingeliefert, wo sie zwei Tage später starb. Die Polizei, die in Zusammenarbeit mit den Gesundheitsbehörden Ermittlungen einleitete, fand leuchtend gefärbte Krabbenschalen im Müll vor ihrem Haus. In Reaktion auf diesen Vorfall haben die Behörden in Palawan Warnungen herausgegeben und darauf hingewiesen, dass bestimmte lokale Meeresarten, insbesondere die „Teufelskrabbe“ oder Zosimus aeneus, nicht zum Verzehr geeignet sind.
Die Gefahren der Teufelskrabbe
Zosimus aeneus, allgemein als Teufelskrabbe bekannt, ist eine der giftigsten Krabbenarten weltweit. Diese Krabbenart kommt in Korallenriffen im Indo-Pazifik vor, von Ostafrika bis Hawaii, und hat ein auffälliges Muster mit braunen Flecken. Experten haben herausgefunden, dass Zosimus aeneus potente Neurotoxine wie Tetrodotoxin und Saxitoxin enthält, die die Nervensignale blockieren können und in der Folge zu schweren körperlichen Beeinträchtigungen, Atemstillstand und Tod führen.
Diese Toxine sind besonders gefährlich, da sie nicht durch Kochen oder Zubereitungsarten wie Marinieren eliminiert werden können.
Die Gefahren des Verzehrs dieser Krabbenart sind nicht neu. In der Vergangenheit haben Vergiftungsfälle auf den Philippinen tödliche Folgen gehabt, darunter ein Vorfall in Timor-Leste, bei dem ein Mann nach dem Verzehr der Krabbe starb. Auf den Philippinen, wo die Sterblichkeitsrate bei Vergiftungen durch diese Krabbe bei 50 % liegt, haben frühere Studien zu alarmierenden Ergebnissen geführt: über 3000 MU/g Saxitoxin wurden in einzelnen Exemplaren festgestellt, was zu mehreren Todesfällen auf Negros Island in den 1980er Jahren führte. Auch im Februar 2021 starben zwei Kinder in Cagayan nach dem Verzehr von Zosimus aeneus.
Folgen und Diskussion über Foraging
Der Vorfall mit Emma Amit hat eine Debatte auf sozialen Medien ausgelöst, die sich um die Fragen des Bewusstseins über die Gefahren des Foragings und die Verantwortung von Influencern dreht. Nutzer kritisierten häufig, dass die Erstellung viral gehender Inhalte oft gesundheitliche Risiken ignoriert. In Palawan ist die Foraging-Kultur weit verbreitet, wobei immer wieder darauf hingewiesen wird, dass bestimmte lokale Meeresfrüchte für den menschlichen Verzehr nicht geeignet sind. Die Behörden mahnten die Bevölkerung zur Vorsicht und wiesen darauf hin, wie wichtig es ist, über die Risiken des Verzehrs von Meeresfrüchten Bescheid zu wissen.
Die Tragödie, die mit dem Tod von Emma Amit einhergeht, sollte eine Warnung für viele sein. Das Verständnis und die Sensibilisierung für die Gefahren, die von bestimmten Meereslebewesen ausgehen können, ist von entscheidender Bedeutung. In Vorfällen wie diesem zeigt sich die Notwendigkeit, Bildung und Informationen über potenziell gefährliche Lebensmittel zu fördern.