Gesundheitsministerin Korinna Schumann hat die nächste Sitzung der „Reformpartnerschaft Gesundheit“ angekündigt. Diese findet am Freitag, den 7. November 2025, von 11 bis 13 Uhr statt. Bei dieser Sitzung, die im Sozialministerium am Stubenring 1 in 1010 Wien abgehalten wird, werden wichtige Vertreter:innen der Stadt Wien, der Bundesländer Oberösterreich, Burgenland und Steiermark sowie der Sozialversicherung und des Städte- und Gemeindebundes anwesend sein. Hauptziel der Sitzung ist eine rasche Abstimmung mit den für die Spitäler zuständigen Bundesländern, um die Herausforderungen im österreichischen Gesundheitssystem gemeinsam anzugehen.

Im Anschluss an die Sitzung wird Ministerin Schumann eine Presseerklärung abgeben, die für ca. 13:15 Uhr vor dem kleinen Eingang des Sozialministeriums geplant ist. Medienvertreter sind eingeladen, wobei um vorherige Anmeldung gebeten wird. Dies bietet eine Gelegenheit, aktuelle Entwicklungen und die geplanten Maßnahmen im Rahmen der Gesundheitsreform zu thematisieren.

Hintergrund zur Gesundheitsreform

Die Gesundheitsreform in Österreich zielt darauf ab, die medizinische Versorgung nachhaltig zu verbessern. Dies ist die größte Strukturreform im Gesundheitswesen seit Jahrzehnten. Im Rahmen des Finanzausgleichs 2023 stehen jährlich über 2 Milliarden Euro zusätzlich für Gesundheit und Pflege bis 2028 zur Verfügung, was insgesamt 14 Milliarden Euro beinhaltet. Diese Mittel sollen dazu verwendet werden, das öffentliche Gesundheitssystem zu stärken und die Herausforderungen zu meistern, die durch den Mangel an Fachärzt:innen im niedergelassenen Bereich entstanden sind.

Die Reform umfasst verschiedene Maßnahmen, die in sechs Bereichen angesiedelt sind: Stärkung des niedergelassenen Bereichs, Strukturreformen in den Spitälern, der Ausbau digitaler Angebote sowie Gesundheitsförderung und Vorsorge. Insbesondere 300 Millionen Euro jährlich sollen verwendet werden, um mehrere Hundert zusätzliche Kassenstellen zu schaffen und die Primärversorgungszentren zu verdreifachen. Zudem soll die Digitalisierung des Gesundheitswesens mit 51 Millionen Euro jährlich gefördert werden.

Investitionen zur Verbesserung der Pflege

Des Weiteren sieht die Reform signifikante Investitionen in die Pflege vor. Der Bund plant, über die nächsten fünf Jahre rund 8,6 Milliarden Euro in den Ausbau von Pflege und Betreuung zu investieren. Dazu gehört auch die Abschaffung des Pflegeregresses, um das Vermögen pflegebedürftiger Menschen besser zu schützen. Zudem wird die Ausweitung von Community Nurses und die Förderung der 24-Stunden-Betreuung angestrebt, um eine verbesserte Unterstützung für ältere Menschen sicherzustellen.

Zusammenfassend zeigt sich, dass die bevorstehende Sitzung der „Reformpartnerschaft Gesundheit“ ein entscheidender Schritt ist, um die Ergebnisse der Gesundheitsreform praktisch umzusetzen und einen Dialog zwischen allen beteiligten Akteuren zu fördern. Die Ergebnisse dieser Gespräche könnten entscheidend für die zukünftige Ausgestaltung des Gesundheitssystems in Österreich sein.

Für weitere Informationen zur Gesundheitsreform besuchen Sie bitte die Webseite des Sozialministeriums. Details zur Sitzung und der Presseerklärung können Sie auch in der Meldung bei OTS nachlesen.