In einer aktuellen Umfrage der US-amerikanischen Dating-App The League, die 2.000 Frauen und Männer befragte, zeigt sich, welche Berufe bei Singles besonders attraktiv sind. Laut den Ergebnissen, die Kurier veröffentlicht hat, sind Berufe im Gesundheitswesen der Top-Favorit. Insgesamt finden 73 Prozent der Teilnehmer Berufe in diesem Sektor ansprechend, wobei der Arztberuf mit 26 Prozent an der Spitze liegt. Dicht gefolgt wird er von den Pflegeberufen, die ebenfalls großes Interesse wecken.
Ergebnisse der Umfrage listen weitere attraktive Berufsgruppen auf: Lehrkräfte im Bildungssektor werden von 23 Prozent als anziehend erachtet, während 19 Prozent der Befragten Rettungskräfte bevorzugen. Berufe im Rechtswesen und in der Wirtschaft erhalten jeweils 18 Prozent der Stimmen, während das natürliche und technologische Wissenschaftsumfeld mit 17 Prozent abschneidet.
Wunsch nach Work-Life-Balance
Ein besonders interessantes Ergebnis der Umfrage zeigt, dass 34 Prozent der Befragten Wert auf eine ausgewogene Work-Life-Balance bei einem Partner legen. Dies wird besonders von jüngeren Singles geschätzt, die insgesamt wählerisch bei der Berufswahl ihres Gegenübers sind. Wichtige Faktoren wie gemeinsame Überzeugungen, Zielstrebigkeit und zukunftsorientierte Pläne spielen ebenfalls eine entscheidende Rolle in der Partnersuche.
Im Rahmen einer ElitePartner-Studie, die 6.328 Singles und Liierte in Deutschland befragte, werden ähnliche Präferenzen deutlich. Diese ElitePartner-Studie hebt hervor, dass 46 Prozent der Befragten verantwortungsvolle Tätigkeiten als attraktiv empfinden. Auch gut bezahlte Jobs (45%) und eine ausgewogene Work-Life-Balance (44%) sind für viele Singles entscheidend. Im Kontrast dazu verlieren außergewöhnliche Berufe und prestigeträchtige Titel an Bedeutung.
Berufliche Attraktivität und Geschlechterunterschiede
Die Studie zeigt weiter, dass Frauen den Beruf eines potenziellen Partners stärker gewichten als Männer. Über 50 Prozent der Frauen (53%) finden verantwortungsvolle Berufe attraktiv, während nur 38 Prozent der Männer dies behaupten. Handwerklich-praktische Tätigkeiten und soziale, fürsorgliche Berufe ziehen bei Frauen mehr Interesse an (45% bzw. 45%) als bei Männern (23% bzw. 35%).
Auf der anderen Seite stellt sich die Frage, warum einige Berufe, wie der des Barkeeper, deformiert wahrgenommen werden. Linh Nguyen, eine Barkeeperin aus der Show „First Dates“, äußert, dass ihr Berufvereinsame sie unattraktiv macht. Nachts arbeiten und Klischees tragen dazu bei, dass sie seit mehr als drei Jahren keinen Partner gefunden hat. Zeit berichtet, dass das Bild des „lauten, schnellen Highlife“ das Image von Barkeepern prägt und folglich deren Chancen auf dem Datingmarkt mindert.
In wirtschaftlich herausfordernden Zeiten wächst zudem das Bedürfnis nach Sicherheit und Stabilität in Beziehungen. Berufliche Attribute wie Prestige sind an Bedeutung verloren, während Verlässlichkeit und Stabilität zunehmend ins Zentrum rücken.