Im März 2026 startet in den Wiener Bezirken Josefstadt und Penzing eine Reihe von Projekt-Werkstätten, die Bürger*innen dazu einladen, gemeinsam Ideen für ein positives Klima in ihren Stadtteilen zu entwickeln. Die Stadt Wien berichtet, dass die Werkstätten darauf abzielen, öffentliche Plätze und Straßen zu begrünen, den Radverkehr zu verbessern sowie den Umstieg auf Sonnenstrom zu fördern. Zusätzlich werden Klima-Workshops für Kinder angeboten, um bereits früh ein Bewusstsein für Umweltthemen zu schaffen.
Die Ideen für diese Projekte wurden im Herbst des Vorjahres im Rahmen des Wiener Klimateams gesammelt. Klimastadtrat Jürgen Czernohorszky unterstreicht die Bedeutung der Bürgerbeteiligung: „Das Wissen der Wiener*innen ist entscheidend für unsere Klimaprojekte.“ Jeder interessierte Bürger ist eingeladen, an den Werkstätten teilzunehmen. Eine Online-Anmeldung ist notwendig, um aktiv an der Weiterentwicklung der verschiedenen Initiativen teilzuhaben.
Start der Projekte und Bürgerbeteiligung
Die erste Projektwerkstatt wird Anfang März in der Josefstadt stattfinden, gefolgt von einer in Penzing Mitte März. In Kleingruppen werden die Teilnehmer*innen gemeinsam an der Umsetzung ihrer Ideen arbeiten. Bezirksvorsteher Martin Fabisch aus der Josefstadt und die Bezirksvorsteherin von Penzing, Michaela Schüchner, betonen die Wichtigkeit einer aktiven Bürgerbeteiligung. Zeitgleich zur Werkstatt wird eine repräsentativ geloste Bürger*innen-Jury bestimmt, die die Vorschläge bewerten und darüber entscheiden wird, welche Projekte realisiert werden.
Diese Bürger*innen-Jurys sind ein zentraler Bestandteil des Projekts, da sie sicherstellen, dass die Ideen tatsächlich die Bedürfnisse der Anwohner*innen widerspiegeln und umgesetzt werden können. Weitere detaillierte Informationen sind auf den Webseiten klimateam.wien.gv.at und mitgestalten.wien.gv.at/wiener-klimateam verfügbar.
Nachhaltige Stadtentwicklung im Globalen Kontext
Wiener Projekte wie diese stehen beispielhaft für eine breitere Bewegung hin zu nachhaltiger Stadtentwicklung, die auch international von großer Bedeutung ist. Laut BNE-Portal lebt bereits mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung in Städten, und bis 2030 könnten es sogar 60% sein. Der urbane Lebensstil bietet viele Vorteile, wie den Zugang zu Dienstleistungen, Geschäften sowie kulturellen Angeboten.
Dennoch bringt die Urbanisierung zahlreiche Herausforderungen mit sich, darunter Zersiedelung, hohe Mietpreise und Luftverschmutzung. Ungeplante Stadtvergrößerung führt zu erheblichem Flächenverbrauch und trägt zur Erhöhung des CO2-Ausstoßes bei. Um diesen Entwicklungen entgegenzuwirken, sind nachhaltige städtebauliche Maßnahmen notwendig. Dabei spielen die Bürger*innen eine entscheidende Rolle: Ihre Mitwirkung ist zentral für nachhaltige Stadtplanung.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die bevorstehenden Projektwerkstätten in Wien nicht nur der lokalen Umwelt zugutekommen, sondern auch ein Teil einer globalen Bewegung hin zu umweltfreundlicheren und lebenswerteren Städten sind.