Am 14. Februar 2026 fand in Crans-Montana eine Gedenkfeier statt, die an die Opfer der verheerenden Feuerkatastrophe in der Bar „Le Constellation“ am Silvesterabend erinnerte. Etwa ein paar Dutzend Menschen, darunter Angehörige der Opfer und Diana Forte, die stellvertretende Missionschefin der italienischen Botschaft in der Schweiz, nahmen an der emotionalen Zeremonie teil. Forte drückte die Solidarität und Anteilnahme Italiens gegenüber den Hinterbliebenen aus und bat um eine Gedenkminute für die 41 Verstorbenen sowie die 115 Verletzten, die durch das tragische Ereignis betroffen sind, wie exxpress.at berichtet.

Die Gedenkveranstaltung wurde auf Initiative der Angehörigen der Opfer organisiert und begann mit einer Kranzniederlegung. In ihrer Ansprache wurde die Wichtigkeit von „Andacht, Miteinander und Erinnerung“ betont. Im Anschluss waren die Teilnehmer zu einem Gedenkessen in Vétroz VS eingeladen, um gemeinsam Trost zu finden und die Erinnerungen an die Verstorbenen zu teilen.

Ermittlungen und Zusammenarbeit zwischen den Behörden

Die Ermittlungen zur Brandkatastrophe laufen weiterhin auf Hochtouren. In der kommenden Woche wird ein italienischer Staatsanwalt in Bern erwartet, um die Kooperation zwischen der italienischen und der Walliser Staatsanwaltschaft zu klären. Ziel ist es, die Zusammenarbeit bei den parallelen Strafverfahren zu koordinieren. Diese Besprechung findet im Rahmen der Bemühungen statt, mögliche rechtswidrige Handlungen der Barbesitzer zu untersuchen, die wegen fahrlässiger Tötung im Fokus stehen, so headtopics.com.

Bundesamt für Justiz bestätigt, dass ein technisches Treffen am 19. Februar zwischen der Walliser Staatsanwaltschaft und der Staatsanwaltschaft Rom stattfinden wird, um die Gründung einer gemeinsamen Ermittlungsgruppe zu diskutieren. Das Vorhaben ist von hoher Bedeutung, da die italienische Justiz eigenen Ermittlungen nachgeht, insbesondere weil italienische Staatsbürger betroffen sind.

Öffentliche Kritik und rechtliche Herausforderungen

Die komplexen Ermittlungen haben auch zu öffentlicher Kritik an den Walliser Behörden geführt. Rechtsanwalt Romain Jordan, der die Familien der Opfer vertritt, äußerte Unzufriedenheit über die Geschwindigkeit und die Gründlichkeit der Ermittlungen. Zudem wurde festgestellt, dass einige Brandopfer nicht obduziert wurden, was echte Fragen zur Vorgehensweise der Behörden aufwirft. Ähnlich beunruhigt sind viele über möglicherweise versäumte Ermittlungen, die sich gegen die Betreiber der Bar richten, wie tagesschau.de berichtet.

Die italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni stellte ebenfalls Fragen zu den Umständen des Vorfalls und der Reaktion der Barbetreiber, und Italiens Justiz hat sich bereits bereit erklärt, sich als Nebenklägerin in das Schweizer Verfahren einzubringen. Dies unterstreicht die internationale Dimension und die gemeinschaftlichen Bemühungen, um in dieser schweren Angelegenheit Gerechtigkeit zu schaffen.

Die andauernde Zusammenarbeit zwischen Schweiz und Italien ist entscheidend, um die Verantwortlichkeiten zu klären und den Familien der Opfer die Gerechtigkeit zu bringen, die sie verlangen.