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Gedenken an die vier Roma-Opfer: 30 Jahre nach dem Attentat in Oberwart

Am 5. Februar 2025 fand in Oberwart das Gedenken an das Attentat von 1995 statt, bei dem vier Roma-Männer durch eine Rohrbombe ermordet wurden. Unter dem Motto "Niemals vergessen" waren zahlreiche Persönlichkeiten, darunter der Eisenstädter Bischof Ägidius Zsifkovics, anwesend, um den Opfern zu gedenken. Diese schreckliche Tat, die als eine der folgenschwersten in Österreich seit dem Zweiten Weltkrieg gilt, zeigt die tiefen Wunden des Rassismus und der Diskriminierung, die bis heute nachwirken. Der Anschlag geschah, als die Männer versuchten, eine beleidigende Tafel zu entfernen, die von dem rechtsextremen Bombenbauer Franz Fuchs als Sprengfalle angebracht wurde. Bischof Zsifkovics und Superintendent Robert Jonischkeit betonten die Verantwortung aller, sich gegen Rassismus und Diskriminierung einzusetzen und die Erinnerung wachzuhalten, um solch grausame Taten zu verhindern.

Erinnerung und Verantwortung

In der Gedenkstätte "Am Anger" erfolgte neben einem ökumenischen Gebetsgottesdienst auch ein Gedenkmarsch, der von der Polizeimusik Burgenland begleitet wurde. Bundespräsident Alexander Van der Bellen erklärte, dass dieser Angriff nicht nur die vier Ermordeten, sondern auch die menschliche Würde aller angegriffen habe. Erforderlich sei, Ausgrenzung und Hass entgegenzutreten. Ministerin Susanne Raab unterstrich die Wichtigkeit eines verständnisvollen Zusammenlebens aller Bevölkerungsgruppen und den entschlossenen Kampf gegen Rassismus und Antiziganismus.

Das Gedenken an diesen tragischen Vorfall bleibt nach zwei Jahrzehnten relevant. Historikerin Ursula Mindler-Steiner hob hervor, dass die Geschichte der Roma im kollektiven Bewusstsein Österreichs noch nicht ausreichend verankert ist. Die Errichtung eines zentralen Denkmals für Roma-NS-Opfer in Wien gibt Hoffnung auf eine verstärkte Anerkennung und Respekt gegenüber der Roma-Gemeinschaft. Die Erinnerungsarbeit in Oberwart signalisiert, dass die Stimmen der Vergangenheit nicht verstummen dürfen – für eine gerechte Zukunft.

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Für weitere Entwicklungen und persönliche Eindrücke der Gedenkfeier kann auf die detaillierten Berichte von Kathpress und BVZ.at verwiesen werden.

Ort des Geschehens


Details zur Meldung
Genauer Ort bekannt?
Oberwart, Österreich
Beste Referenz
kathpress.at
Weitere Quellen
bvz.at

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