Am 18. Februar 2026, um 13:20 Uhr, ereignete sich in der Gemeinde Millstatt im Bezirk Spittal an der Drau ein schwerer Arbeitsunfall während Forstarbeiten. Zwei Männer, 32 und 59 Jahre alt, führten Tätigkeiten im eigenen Wald durch. Während der 32-Jährige mit einer Motorsäge einen Baum bearbeitete, fiel dieser aus unbekannter Ursache nach rechts und traf den 59-Jährigen am Hinterkopf mit dem Wipfel. Der Verletzte erlitt unbestimmte Verletzungen und wurde nach einer Erstversorgung mit dem Rettungshubschrauber RK1 ins LKH Villach geflogen, wie Klick Kärnten berichtet.
Die Gefahren bei Forstarbeiten sind vielfältig. Witterungseinflüsse wie Hitze, Kälte, Regen und Wind tragen zur Komplexität der Arbeit im Wald bei. Die Natur birgt Risiken durch Stolpern, Rutschen und Stürzen im unebenen Gelände. Zudem ist der Umgang mit Werkzeugen und Maschinen gefährlich, besonders wenn hohe Massen und die Energie von fallenden Bäumen ins Spiel kommen. Unfälle können durch eine gute Ausbildung, Aufmerksamkeit gegenüber Gefährdungen und angemessenes Handeln minimiert werden, wie die SVLFG betont.
Unfallstatistiken und Prävention
Das Unfallgeschehen in der Forstwirtschaft ist alarmierend. Laut KWF hatten die Unfallstatistiken der unterschiedlichen Länder lange Zeit keine einheitliche Basis, was den Vergleich erschwerte. Seit 1999 wird das Unfallgeschehen der Forstwirte systematisch erfasst und analysiert, um die Unfallprävention zu verbessern. Es ist wichtig, relevante Kennzahlen zu erheben und aufzuarbeiten, um die Sicherheit in der Branche zu erhöhen.
Meldepflichtige Unfälle umfassen laut dem Sozialgesetzbuch Arbeitsunfälle, die zu mehr als drei Tagen Arbeitsunfähigkeit oder zum Tod führen. Unfälle können in verschiedene Kategorien eingeteilt werden, um präventive Maßnahmen gezielt zu entwickeln. Die Unterscheidung zwischen Arbeits- und Wegeunfällen hilft zusätzlich bei der Erfassung und Analyse.
Gefährdungen und Sicherheitsmaßnahmen
Die häufigsten Gefährdungen bei Forstarbeiten sind das Herabfallen von Baumteilen sowie Verletzungen durch Werkzeuge. Über die Jahre lässt sich eine hohe Anzahl von Unfällen, insbesondere in der Holzernte, feststellen. Zu den häufigsten Verletzungsarten zählen Prellungen und Quetschungen, die oft zu erheblichen Leistungsausfällen führen können.
Die Forstwirtschaft bleibt ein Bereich mit hohen Risiken. Es ist von größter Bedeutung, dass alle Mitarbeitenden regelmäßig geschult werden und ein Bewusstsein für Gefahren entwickelt wird. Unfälle im Wald können durch sorgfältige Planung und verantwortungsvolles Handeln vermindert werden, was sowohl die Sicherheit der Arbeiter als auch die Effizienz der Arbeiten erhöht.