Ein 39-jähriger Fitnesstrainer aus Tulln wurde am Landesgericht St. Pölten aufgrund seines jahrelangen Drogenhandels verurteilt. Laut den Berichten von noen.at hat der Mann über einen Zeitraum von mehr als drei Jahren mit Cannabis und Kokain gehandelt. Die Polizei führte am 22. Dezember 2025 eine Hausdurchsuchung durch, nachdem sie Informationen von einem Informanten erhalten hatte. Diese Maßnahme führte zur Sicherstellung von Kokain, Cannabiskraut und Drogenutensilien.
Der Angeklagte begann im Jahr 2022 mit dem Verkauf von Drogen und konnte bis zu seiner Festnahme insgesamt 600 Gramm Cannabis und 5 Gramm Kokain absetzen. Bei seinen Geschäften verlangte er für ein Gramm Cannabis im Durchschnitt etwa 7 Euro und für Kokain 40 Euro. In Summe erzielte er Einnahmen von etwa 4.400 Euro, was zur Finanzierung seiner eigenen Sucht diente.
Urteil und Folgen
Nach der Hausdurchsuchung begab sich der Mann in eine Suchtberatung und plant, eine Psychotherapie zu beginnen. Das Gericht verurteilte ihn aufgrund des Suchtgifthandels zu einer Bewährungsstrafe von 8 Monaten mit einer Probezeit von 3 Jahren. Zusätzlich muss er die Kosten des Strafverfahrens tragen und eine Geldstrafe in Höhe von 4.400 Euro zahlen, von der bereits 890 Euro sichergestellt wurden. Die sichergestellten Drogen und Utensilien wurden eingezogen, und das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.
Der Fall wirft ein Licht auf das Thema Drogenhandel und Sucht in Österreich. Laut aktuellen Erhebungen, die auf Daten des Datenportals der Bundesdrogenbeauftragten basieren, ist vor allem der Konsum von Suchtdrogen wie Kokain und Cannabis unter Erwachsenen im Alter von 18 bis 64 Jahren weit verbreitet. Diese Drogen machen einen erheblichen Teil der illegalen Drogenmärkte aus und verursachen zahlreiche soziale und gesundheitliche Probleme.
Die fortlaufende Bekämpfung des Drogenhandels und die Unterstützung von Suchtkranken sind daher von großer Wichtigkeit. Der Fall in Tulln zeigt, dass auch Menschen aus dem Alltagsleben, wie ein Fitnesstrainer, in den Strudel der Sucht geraten können und dass der Weg zur Besserung oft lang und steinig ist.


