Am 27. März 2026 fand in Gramastetten der Feuerwehrtag des Bezirkes Urfahr-Umgebung statt, an dem über 300 Feuerwehr-Führungskräfte und Ehrengäste teilnahmen. Unter dem Motto „GEMEINSAM helfen – ZUKUNFT sichern“ wurde die Veranstaltung von Bezirks-Feuerwehrkommandant OBR Johannes Enzenhofer organisiert. Pater Otto erinnerte im Rahmen eines Gedenkens an verstorbene Kameraden und wies auf die Bedeutung des Ehrenamts hin.
Ein zentrales Thema der Veranstaltung war die Besprechung besonderer Einsätze, die von den Abschnitts-Feuerwehrkommandanten präsentiert wurden. Diese umfassten den Waldbrand in Zwettl/Rodl, eine Suchaktion im Pflichtbereich Gramastetten sowie Unfälle und Brände im Haselgraben. Die Vielfalt dieser Einsätze verdeutlicht die Herausforderungen, vor denen die Feuerwehren im Bezirk stehen.
Diskussion und Impulse für die Zukunft
Im Rahmen einer Talkrunde traten Bezirkshauptmann Dr. Watschinger und Bürgermeister Rathgeb in den Austausch mit den Anwesenden. Zudem wurden drei Jugendliche aus Jugendgruppen befragt, um ihre Perspektiven auf das Feuerwehrwesen der Zukunft zu erfahren. Ein Impulsvortrag von Patrick Rammerstorfer zur Feuerwehr Trendmap gab zusätzlich wertvolle Anregungen für die Weiterentwicklung der Organisationen.
Feuerwehrpräsident Robert Mayer dankte den anwesenden Feuerwehrleuten für ihre unermüdlichen Leistungen und informierte über die Arbeit des Landes- und Bundesfeuerwehrverbands. Die Schlussrednerin, Bundesministerin Claudia Bauer, lobte das Ehrenamt im Feuerwehrwesen und setzte damit ein Zeichen der Wertschätzung für die freiwilligen Helfer:innen.
Auf einen Blick: Mitglieder und Einsätze
| Mitgliederkategorie | Anzahl |
|---|---|
| Aktiv | 4.834 |
| Jugend | 1.199 |
| Reserve | 1.710 |
| Gesamt | 7.743 (967 Frauen) |
Die Ausbildung nahm ebenfalls einen wichtigen Stellenwert ein, mit 432 Teilnehmern bei verschiedenen Lehrgängen. Im Jahr zuvor verzeichnete der Bezirk 218 Brandeinsätze, 1.629 technische Einsätze und insgesamt 26.584 Einsatzstunden, was in einer Gesamtstundenzahl von 533.100 Stunden resultierte.
Die Veranstaltung endete mit einem musikalischen Höhepunkt: Die Feuerwehrmusikkapelle Gramastetten spielte drei Strophen „Hoamatlond“. Ein Kommunikationsgetränk wurde freundlicherweise von der Firma Auto Stumptner aus Bad Leonfelden gesponsert, während die Moderation von Barbara Schütz übernommen wurde.
All diese Aktivitäten sind Teil der umfangreichen Anstrengungen, die die Feuerwehren in Österreich unternehmen, um im Zivil- und Katastrophenschutz bestmöglich vorbereitet zu sein. Der Deutsche Feuerwehrverband (DFV) hebt die Notwendigkeit hervor, alle Akteure im Zivil- und Katastrophenschutz in diese Prozesse einzubinden. Präsident Karl-Heinz Banse betont, dass die Feuerwehren eine zentrale Rolle im Bevölkerungsschutz spielen und sowohl Vertrauen in der Bevölkerung als auch flächendeckende Präsenz genießen müssen. Sechs Kernforderungen des DFV fokussieren sich auf Themen wie die Stärkung des Ehrenamts und die Sicherstellung personeller Verfügbarkeit, um Bürger:innen auch in Zukunft effektiv schützen zu können.feuerwehrverband.de berichtet, dass diese Forderungen eine Reaktion auf die Belastungsgrenzen des Bevölkerungsschutzes in Zeiten von Extremwetter, Pandemien und geopolitischen Krisen sind.
Die Ereignisse in Gramastetten sind somit nicht nur eine Feier des Ehrenamts, sondern auch ein Zeichen für die Zukunft der Feuerwehrarbeit in Österreich. fireworld.at hebt hervor, dass die kontinuierliche Ausbildung und Verbesserung der Einsätze entscheidend ist, um den Herausforderungen von morgen gewachsen zu sein.






