Der Abschnittsfeuerwehrtag des Abschnitts Jauntal fand im Gasthaus Zenkl in Galizien statt. Abschnittsfeuerwehrkommandant Helmut Malle begrüßte zahlreiche Feuerwehrfunktionäre sowie Vertreter aus Behörden und dem öffentlichen Leben. Themen der Veranstaltung waren die Leistungsbilanz des Jahres 2025, aktuelle Entwicklungen im Katastrophenschutz sowie Ehrungen verdienter Funktionäre. Im Jahr 2025 verzeichnete der Abschnitt Jauntal insgesamt 555 Einsätze, von denen 404 technische Einsätze waren, was auf die hohe Einsatzbereitschaft der Feuerwehr hinweist.
Der Mannschaftsstand der 15 Feuerwehren im Abschnitt blieb nahezu unverändert bei 1064 Personen, darunter 103 Jugendmitglieder. Um die Einsatzkräfte weiter zu schulen, wurden im vergangenen Jahr 137 Kurse von insgesamt 280 Florianijüngern auf Bezirks- und Landesebene besucht. Die Ausbildungsmaßnahmen umfassten Übungen zur Wasserförderung über lange Wegstrecken sowie Besichtigungen von Wasserkraftwerken.
Ehrungen und Wettbewerbe
Besonders hervorzuheben sind die erfolgreichen Wettbewerbe der Feuerwehrjugend. Der Wissens-Test in Globasnitz und der Cupbewerb in St. Stefan zeugen von dem Engagement der jungen Feuerwehrangehörigen. Hierbei konnte die Freiwillige Feuerwehr Rückersdorf den Titel des Cupsiegers erringen. Insgesamt leisteten die Kameraden knapp 61.000 Stunden an ehrenamtlicher Arbeit.
Die aktuellen infrastrukturellen Entwicklungen, insbesondere die Inbetriebnahme der ÖBB-Koralmbahn, bringen neue Herausforderungen für die Einsatzorganisationen mit sich. Aus diesem Grund wird ein dezentraler KAT-Stützpunkt in Eberndorf in den kommenden Jahren umgesetzt, um die Schlagkraft im Katastrophenfall zu verbessern. Zudem wurde das Projekt „Karamon“ ins Leben gerufen, das von 14 Gemeinden im Geopark Karawanken unterstützt wird, um die Widerstandsfähigkeit gegenüber Naturkatastrophen zu stärken.
Finanzielle Unterstützung und technische Innovationen
Im Rahmen der finanziellen Unterstützung werden spezielle Gerätschaften für komplexe Einsatzszenarien bereitgestellt. Neben der Anschaffung sogenannter Feuerwehrdrohnen, die mit Wärmebildkameras, Suchscheinwerfern und Lautsprechereinheiten ausgestattet sind, werden auch KI-gestützte Berechnungsprogramme zur Unterstützung bei Einsätzen entwickelt. Diese Technologien könnten zukünftig einen entscheidenden Beitrag zur Effizienz und Sicherheit der Einsätze leisten.
Im weiteren Kontext ist es wichtig zu betonen, dass die Erstellung brandschutztechnischer Stellungnahmen in Deutschland jährlich zu einer Vielzahl von Bauvorhaben erfolgt. Laut im.nrw wurden 31.140 Stellungnahmen abgegeben, von denen 46 % von Berufsfeuerwehren stammen. Das Augenmerk liegt hier insbesondere auf der Identifikation von Brandrisiken in unterschiedlichsten Gebäudetypen, sowohl in einem gewerblichen als auch in einem privaten Kontext.
Die vfdb-Brandschadenstatistik, die von der vfdb entwickelt wurde, dient zur Risikobewertung von Gebäudebränden in Deutschland. Küchen sind der häufigste Ort für Brandentstehungen und gehören zu fast der Hälfte aller Brände in Wohngebäuden. Diese Erkenntnisse sind essenziell für die Verbesserung des vorbeugenden Brandschutzes und die Sicherheit der Bürger.
Die Kombination aus einer starken Feuerwehrgemeinschaft, kontinuierlicher Ausbildung und modernster Technologie zeigt, wie wichtig dieser Bereich für die Sicherheit der Bevölkerung ist. In Zeiten, in denen die Gefahren durch Naturkatastrophen und technische Risiken ansteigen, bleibt die Feuerwehr eine unverzichtbare Institution zum Schutz von Menschenleben und Eigentum.