Am 19. Februar 2026 fand im Landhaus St. Pölten eine bedeutende Pressekonferenz zur Jahresbilanz 2025 der niederösterreichischen Feuerwehren statt. Daran nahmen unter anderem die Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, der LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf und der Landesfeuerwehrkommandant Dietmar Fahrafellner teil. Die Bilanz zeigte eindrücklich die immense Einsatzbereitschaft und das Engagement der mehr als 105.000 Feuerwehrmitglieder in Niederösterreich.

Im Jahr 2025 verzeichneten die Feuerwehren insgesamt 68.058 Einsätze. Dies entspricht einem Durchschnitt von einem Einsatz alle acht Minuten. Insbesondere die Brandeinsätze sind mit 8.410 Fällen um 16 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen. In dieser umfangreichen Tätigkeit wurden über 7,5 Millionen Arbeitsstunden geleistet. Diese Zahlen unterstreichen die zentrale Rolle, die die Feuerwehren in der Gesellschaft spielen.

Aktive Förderung von Frauen und Jugendlichen

Besonders erfreulich ist der Anteil an weiblichen Feuerwehrmitgliedern: Über 11.800 Frauen engagieren sich aktiv, von denen mehr als 300 in Kommando-Verantwortung sind. In der deutschen Feuerwehr sind Frauen ebenfalls ein wichtiges Thema. Laut einer Studie des Deutschen Feuerwehrverbandes von 2015 bis 2022 ist eine kontinuierliche Erhöhung der Anzahl der weiblichen Mitglieder zu beobachten. Diese Entwicklungen zeigen das wachsende Interesse und die Integration von Frauen in der Feuerwehr.

Zusätzlich sind fast 8.000 Jugendliche und mehr als 1.100 Kinder in den Feuerwehrreihen aktiv. Diese Initiativen zur Förderung der Jugend tragen dazu bei, die zukünftige Einsatzbereitschaft zu sichern und ein starkes Gemeinschaftsgefühl aufzubauen.

Moderne Maßnahmen und technologische Entwicklungen

Die Unterstützung der Feuerwehren durch das Land Niederösterreich wird weiterhin durch diverse Maßnahmen unterstrichen. So sollen leistungsstarke Pumpen ausgeliefert und HYBRID-Fahrzeuge geliefert werden, von denen bereits 48 moderne Hilfsleistungsfahrzeuge (HLF2) in Betrieb genommen wurden. Diese Maßnahmen führten zu einer Ersparnis von 1,9 Millionen Euro, was gleichzeitig die Effizienz der Einsätze erhöht.

Ein weiterer innovativer Schritt ist die Einführung der LEA-App zur modernen Alarmierung. Dadurch konnten die Kosten für die Alarmierung von 1,8 Millionen Euro auf 250.000 Euro gesenkt werden. Durch den Ausbau der Ausbildungsmöglichkeiten, wie etwa den 19.000 Schulungen im Feuerwehr- und Sicherheitszentrum in Tulln und den 8.000 Ausgebildeten in neun Online-Modulen, wird zudem ein hoher Ausbildungsstandard gewährleistet.

Gleichzeitig wird der Containerterminal in Tulln auf alternative Energien umgestellt, wobei eine 600 kWp-Anlage geplant ist. Diese Umstellungen und Modernisierungen verdeutlichen die Notwendigkeit und den Wunsch, die Feuerwehren auch in Zukunft optimal aufzustellen.

Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf dankten zum Abschluss der Pressekonferenz allen Feuerwehrmitgliedern für ihren unermüdlichen Einsatz und das Engagement, das zu einem starken sozialen Zusammenhalt in der Gesellschaft beiträgt. Ausblickend wird die Feuerwehr Niederösterreich auch im kommenden Jahr zahlreiche Herausforderungen meistern und die Bevölkerung bestmöglich unterstützen. Die Feuerwehren bleiben somit ein unverzichtbarer Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens.