In der Nacht auf Freitag, den 27. März 2026, wurde die Feuerwehr in München zu einem Brand in einem Wohnhaus in der Dantestraße alarmiert. Eine Bewohnerin hatte gegen halb drei starke Rauchentwicklung in ihrer Wohnung bemerkt und sofort die Feuerwehr verständigt. Bei ihrem Eintreffen fanden die Einsatzkräfte den Erdgeschossflur sowie den Treppenraum bis ins zweite Obergeschoss stark verraucht vor, da ein elektrischer Rollstuhl in Brand geraten war. Laut all-in.de konnten die Feuerwehrleute den Brand schnell unter Kontrolle bringen.
Die Feuerwehr begleitete eine Person und ihren Hund aus der stark verrauchten Erdgeschosswohnung nach draußen. Zudem befand sich eine weitere Person im ersten Obergeschoss am Fenster, die jedoch ohne Gefahr blieb. Dank der Reaktion der meisten Bewohner, die in ihren Wohnungen blieben, konnte eine weitere Ausbreitung des Rauches verhindert werden. Mehrere Lüfter wurden eingesetzt, um die verrauchten Bereiche zu entrauchen und alle betroffenen Wohnungen wurden auf Raucheintrag überprüft. Bei der Messung von Kohlenstoffmonoxid konnten die Einsatzkräfte Entwarnung geben: Alle Wohnungen blieben bewohnbar.
Medizinische Untersuchungen und Ermittlungen
Während des Einsatzes wurden drei Personen vom Rettungsdienst gesichtet, konnten jedoch vor Ort bleiben und benötigten keinen Krankenhausaufenthalt. Die Polizei hat Ermittlungen zur Brandursache und zum entstandenen Sachschaden aufgenommen, die jedoch bisher keine Informationen diesbezüglich liefern konnte. Die Feuerwehr äußerte sich ebenfalls nicht zur Brandursache.
Ein Blick auf elektrische Brandursachen
Der Vorfall wirft Fragen nach den häufigsten Brandursachen auf, insbesondere im Hinblick auf elektrische Geräte. Laut dem Institut für Schadenverhütung und Schadenforschung der öffentlichen Versicherer e.V. (IFS) waren von 2002 bis 2021 etwa 33 % der untersuchten Brände resultierend aus elektrischem Versagen. Damit sind elektrische Brände nach menschlichem Fehlverhalten die häufigsten Ursachen für Feuer. Besonders kritisch sind in diesem Zusammenhang Isolationsschäden, die zu hohen Temperaturen und Lichtbögen führen können. Diese können Brände auslösen, wenn Sicherheitsorgane fehlen oder die Elektroinstallationen veraltet sind, was das Brandrisiko weiter erhöht.
Zusätzlich wurde im Jahr 2021 ein Anstieg der Brände in Verbindung mit Lithium-Akkus festgestellt, welche 18 % der Brände ausmachten. Dies macht deutlich, dass der Umgang mit elektrischen Geräten strengen Sicherheitsmaßnahmen unterliegt. Deshalb ist es wichtig, regelmäßige Prüfungen der Elektroanlagen durch Fachbetriebe alle vier Jahre in Betracht zu ziehen, um mögliche Risiken frühzeitig zu erkennen und zu minimieren. Bei der Brandursachenstatistik zeigt sich zudem, dass der Anteil von Bränden durch Elektroinstallationen steigt, was die Komplexität moderner Elektroanlagen widerspiegelt.





